Brexit – Freizügigkeit für Briten verteidigen

30.06.2016 |  Von  |  Finanzen, News
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Der „Brexit“ könnte auch Folgen für die Schweiz haben, obwohl sie selbst nicht EU-Mitglied ist. Das ergibt sich unter Umständen aus den bestehenden bilateralen Vereinbarungen mit der EU. Vor diesem Hintergrund fordert der Basler Wirtschaftsprofessor und Europa-Kenner Rolf Weder in einem Gespräch mit der Handelszeitung ein Signal von der Schweiz an Grossbritannien, dass die Personenfreizügigkeit für britische Staatsbürger aufrechterhalten bleibe.

Die von der Schweiz geschlossenen Vereinbarungen mit der EU dürften Regelungen mit Drittstaaten nicht einschränken.

Starke wirtschaftliche Verflechtung

Durch den EU-Austritt Grossbritanniens wird eine Neuregelung der Personenfreizügigkeit für Briten erforderlich sein. Auf eine Erneuerung der Personenfreizügigkeit hofft auch Alexis Lauterberg, Präsident der schweizerisch-britischen Handelskammer: „Die Schweiz wird garantiert keine Massnahmen treffen, welche den Briten auf dem Schweizer Arbeitsmarkt Schwierigkeiten machen werden. Das ist undenkbar.“

Die wichtigen Schweizer Unternehmen sind teilweise stark mit Grossbritannien verbandelt. Die zehn grössten Firmen im SMI beschäftigen in England gemeinsam rund 35‘000 Menschen, und viele von ihnen haben auch Briten in der Schweiz angestellt. Beim Pharmakonzern Novartis sind es mit 650 Briten 5 Prozent der Schweizer Belegschaft. Zuletzt waren in der Schweiz rund 44‘000 Briten gemeldet. Die Zahl der Schweizer in Grossbritannien beläuft sich auf etwa 34‘000.

 

Artikel von: Handelszeitung
Artikelbild: © RRA79 – shutterstock.com

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