Wenn das Outfit entscheidet

26.05.2016 |  Von  |  Selbstmanagement
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Wenn das Outfit entscheidet
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Kennen Sie den? Zahnpastalächeln. Cartier-Wässerchen. Boss-Anzug, mindestens 700 CHF. Aktentasche von The Bridge, italienische Schuhe. Keine Frage, so ein Mann hat Stil. Wie sehen Sie aus, wenn Sie sich auf den Weg zu Ihren Kunden machen? Leider gibt es immer noch genug Verkäufer, die es mit ihrem Outfit nicht so genau nehmen. Frei nach dem Motto „Ich möchte ja schliesslich mein Produkt und nicht mich verkaufen“.

Das ist leider zu kurz gedacht. Denn ein stimmiges Outfit gehört neben einem freundlichen und gewinnenden Auftreten einfach dazu. Sie können noch so freundlich sein und mit Ihrem Fachwissen überzeugen – wenn Sie dabei schmutzige, abgetragene Schuhe anhaben und von Ihrer Krawatte noch das Mittagessen grüsst, wird das nichts.

Du trägst, was du bist

Fakt ist: Als Verkäufer sind Sie das Produkt, welches Sie bestmöglich verkaufen sollen. Wenn Sie beispielsweise Berater in der Finanzdienstleistung sind, vertrauen Ihnen Ihre Klienten Ihr Vermögen an. Mal ehrlich, Sie würden kein gutes Gefühl dabei haben, wenn Ihr Gegenüber so aussieht, als könnte er selbst gut etwas davon gebrauchen, oder?

Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance. Daher sollten Sie auch in Sachen Styling Ihre Hausaufgaben machen. Besuchen Sie die Website des Unternehmens, wenn Sie mit Grosskunden zu tun haben. Meist geben Ihnen die Fotos schon einen Eindruck davon, welcher Dresscode im Unternehmen vorherrscht. Und keine falsche Scheu: Ich habe auch schon im Vorfeld bei der Sekretärin angerufen, um herauszufinden, worauf ich mich einstellen muss. Denn es gibt nichts Schlimmeres, als völlig over- oder underdressed bei einem Termin aufzuschlagen.

Glauben Sie mir, ich habe auf diesem Gebiet selbst meine schmerzhaften Erfahrungen machen müssen. Daher lege ich heute viel Wert auf Details. Ich bin überzeugt davon, jeder Mann sieht den Unterschied zwischen einem richtig top sitzenden, massgeschneiderten Anzug und einem günstigen Modell von der Stange. Und der Blick Ihres Gesprächspartners wird immer, egal ob bewusst oder unbewusst, auf Ihre Schuhe fallen. Wer hier mit dreckigen Schuhen oder, schlimmer noch, schiefgelaufenen Absätzen auffällt, kann direkt wieder einpacken.

Das Gesamtpaket muss passen

Eins sollten Sie sich immer wieder in Erinnerung rufen: Als Verkäufer sind Sie Vertreter für Ihr Unternehmen und für Ihr Produkt. Sie sind das Aushängeschild, das dem Kunden Appetit machen soll. Daher geht es um viel mehr als bloss um die Kleidung. Wenn Sie Ihrem Kunden gegenüber angemessen gekleidet und mit wertigen Accessoires auftreten, drücken Sie Ihre Wertschätzung für ihn aus.

Ihr Kunde kann den Respekt sehen und spüren, den Sie ihm entgegenbringen. Tragen Sie als Verkäufer Jeans, dürfen Sie sich nicht wundern, wenn Sie auch wie eine behandelt werden. Wichtig ist auch, dass Sie diesen Standard beibehalten. Wenn Sie zum Ersttermin wie aus dem Ei gepellt erscheinen, nach Vertragsunterzeichnung jedoch lässig in Jeans und Turnschuhen, wird Ihr Gegenüber das Gefühl bekommen, dass Sie sich nur bei der Akquise wirklich Mühe geben und Bestandskunden bei Ihnen erst unter ferner liefen kommen.

Sie haben in schicke Schuhe und einen neuen Anzug investiert? Sehr gut. Doch bitte sparen Sie jetzt nicht noch auf den letzten Metern, und zwar an Ihren Verkaufsunterlagen. Was manche Verkäufer da auf den Tisch packen, grenzt schon an Körperverletzung. Dokumente in Klarsichthüllen, die offensichtlich schon oft benutzt wurden und zerknickt sind. Prospekte mit Eselsohren, ein Collegeblock vom Discounter und ein Billigkugelschreiber, bedruckt mit Bierwerbung.

Was für einen Eindruck hätten Sie als Kunde von so einem Vertreter? Fühlen Sie sich als potenzieller Kunde wertgeschätzt? Können Sie ihn überhaupt noch ernst nehmen? Oder machen Sie gleich einen Termin mit dem Mitarbeiter des Wettbewerbers aus? Um solch einen verkäuferischen Super-GAU zu vermeiden, sollten Sie unbedingt die folgenden Tipps beherzigen.



5 Tipps, wie Sie auch optisch zum Topseller werden:

  • Details sind entscheidend: Liebe Männer, bitte tragen Sie zum Anzug immer kniehohe Strümpfe. Wenn Sie die Beine übereinanderschlagen, rutschen zwangsläufig die Hosenbeine hoch. Und es gibt nichts Schlimmeres als ein Stück nacktes Bein, das zwischen dem dunklen Anzugstoff und der Socke hervorblitzt. Da hilft Ihnen auch der teure, massgeschneiderte Anzug nicht mehr.
  • Ziehen Sie sich nicht nur für den Kunden schick an, sondern auch für sich selbst. Zahlreiche Studien belegen, dass schöne Menschen besser verdienen und erfolgreicher verkaufen – weil sie eine positivere Ausstrahlung haben.
  • „Trägst du einen Anzug, wirst du auch behandelt wie ein Anzug“: Wenn Sie sich nicht ganz sicher sind, sollten Sie im Zweifelsfalle immer zum Anzug greifen. Denn den ersten Eindruck können Sie nicht mehr korrigieren. Ihr Gegenüber steckt Sie nach wenigen Sekunden in eine Schublade, aus der Sie nicht mehr rauskommen: nachlässig oder gepflegt, konservativ oder modisch, over- oder underdressed, angepasst oder individuell. Kleiden Sie sich also lieber einen Tick korrekter, als Ihr Kunde es erwartet.
  • Kleinigkeiten, die den Unterschied machen: Auch der Rest Ihres Auftritts muss passen. Investieren Sie in einen hochwertigen Füllfederhalter, eine lederne Dokumentenmappe und knausern Sie nicht bei den Visitenkarten. Nur so erzeugen Sie ein stimmiges Gesamtbild.
  • Frisch gewaschen: Wenn es nicht gerade aus Eimern schüttet, sollten Sie Ihrem Dienstwagen eine Wäsche gönnen. Es sei denn, Sie haben vor, um die Ecke zu parken.


Martin Limbeck – Sein neues Buch

Redline Verlag, 2014

Hardcover, ca. 210 Seiten

ISBN: 978-3-86881-235-0

€ 19,99

Bestellbar unter bit.ly/warum-keiner oder in der Buchhandlung Ihres Vertrauens

Einfach kann jeder – nur Hindernisse machen stark. Ein Widerspruch? Nicht, wenn es nach Martin Limbeck geht. Er beschreibt schonungslos in vielen persönlichen Episoden seinen nicht einfachen Aufstieg vom No-Name im Ruhrpott zum bekannten und gefragten Top-Speaker. Martin Limbeck erzählt, dass er auf seinem Weg nach oben an die Spitze mit unzähligen Hindernissen konfrontiert war, von Neid über Selbstsabotage bis hin zu falschen Freundschaften.

Hindernissen, wie sie viele Menschen kennen und erleben. Mit dem Unterschied, dass Martin Limbeck sich nicht hat ausbremsen lassen, dass er nicht zu stoppen war. Heute ist er mit sich im Reinen und kann seine Erfahrung, seine Botschaft weitergeben: Wenn das Leben »Nein« zu dir sagt, heisst das nichts anderes, als dass du nur NOCH nicht am Ziel bist. Oft ist nur noch ein kleiner Schritt, eine kleine Anstrengung nötig, um das Ziel zu erreichen, um alle Stolpersteine zu überwinden. Mit dieser Philosophie hat Martin Limbeck es sehr weit gebracht. In seinem spannenden Buch zeigt er, dass es jeder schaffen kann. Ein ermutigender Aufruf an alle, die mehr aus ihrem Leben machen möchten, obwohl – oder eben gerade weil(!) – sie es dabei nicht leicht haben!

 

Artikelbild: © KieferPix – Shutterstock.com

Über Martin Limbeck

Martin Limbeck ist Inhaber der Martin Limbeck® Training Group, Experte für Blended Learning Systeme und einer der meistgefragten und renommiertesten Business-Speaker und Verkaufsspezialisten auf internationaler Ebene. Seit 25 Jahren begeistert er mit seinem Insider-Know-how und praxisnahen Strategien Mitarbeiter aus Management und Verkauf. Bis heute trat er bereits in mehr als 20 Ländern auf der ganzen Welt auf. Nicht nur in seinen provokativen und motivierenden Vorträgen, sondern auch in den umsetzungsorientierten Trainings steht das progressive Verkaufen in seiner Ganzheit im Mittelpunkt. Dies hat den Certified Speaking Professional 2011 (CSP), International Speaker of the Year 2012 und Top-Speaker of the Year 2014 zu einem der effektivsten und wirksamsten Redner gemacht. Vor kurzem sind sein neues Buch „Limbeck Laws – Das Gesetzbuch des Erfolgs in Vertrieb und Verkauf“ sowie der Jahresplaner für Verkäufer „Nicht geplant habe ich schon“ erschienen. Mehr Infos auf www.martinlimbeck.de.


1 Kommentar


  1. Als Verkäufer machen sie alles richtig, wenn sie sich einen teuren Sportwagen kaufen und jeden Tag Selfies oder Videos von sich selbst veröffentlichen. Studien belegen, dass Selbstdarstellung zu Narzissten passt, die bekanntlich sich selbst mehr lieben als ihre Kunden. Dann behängen sie sich mit Statussymbolen und vergessen das Fachwissen, denn es ist nichts wichtiger aus Aussehen. Meine These: Nur Blender brauchen Statussymbole. Fachleute haben einen Ruf und können auf den Blödsinn Selbstdartstellung verzichten. Wenn die Aussagen in diesem Beitrag stimmen würden, dann würde keiner meiner Kollegen auch nur einen Cent Umsatz machen. Allerdings machen diese mit unmöglicher Kleidung und Geschmack auf Minimalniveau jedes Jahr Millionengewinne.

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