Schweizer Videomarkt: Digitaler Umsatz erreicht Bestmarke

13.04.2016 |  Von  |  News
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Schweizer Videomarkt: Digitaler Umsatz erreicht Bestmarke
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Die Schweizer Videobranche erwirtschaftete mit dem Verkauf und Verleih filmischer Inhalte einen Gesamtmarktumsatz von CHF 209 Mio. (nach 227.4 Mio. in 2014), berechnet zu Konsumentenpreisen. Dies entspricht einem Umsatzrückgang von CHF 17.4 Mio. oder 8.1 Prozent. In Anbetracht des erstarken Schweizer Franken, nach Aufhebung des Mindestkurses von EUR/CHF 1.20 durch die Schweizerische Nationalbank, ein Achtungserfolg.

Zugrunde liegen diesen Ergebnissen die aktuellen Daten der GFK Entertainment, welche im Auftrag des Schweizerischen Video-Verbandes (SVV) erhoben werden.

Digitale Online-Abrufe, bestehend aus „Transactional Video-on-Demand“ (TVOD) und „Electronic Sell-Through“ (EST), haben wesentlich zur Konsolidierung beigetragen. Der digitale Umsatz mit filmischen Inhalten erreichte mit CHF 72.4 Mio. (nach CHF 55.2 Mio. in 2014) eine neue Bestmarke und dies ohne Berücksichtigung von Subscription Video-on-Demand (SVOD) Abo-Angeboten.

Seit Beginn der Datenerhebung im digitalen Geschäft im Jahre 2011 hat sich dieser Umsatz mehr als verdreifacht. Allein für die Berichtsperiode 2015 verzeichnete man einen Anstieg von 31,1 Prozent.

Der Kaufmarktumsatz von CHF 136,6 Mio. mit physischen DVDs und Blu-rays sank 2015 im fünften aufeinanderfolgenden Jahr zweistellig um 20.7 Prozent. Innerhalb der letzten fünf Jahre hat sich der Umsatz halbiert. Trotzdem blieben die physischen Formate – im Umsatz ausgedrückt – dominierend.

Trotzdem täuscht dieses Ergebnis nicht darüber hinweg, dass sich die Konsumentennachfrage nach DVDs und Blu-rays in den letzten Jahren überraschend stark abkühlte. Denn wie auch beim Umsatz halbierte sich der Absatz im Vergleich zum Jahr 2011. Die Ausdünnung  von Verkaufsstandorten sowie die Reduktion von Verkaufsflächen haben dazu beigetragen.

Innerhalb des Kaufmarktes sind die Umsätze mit der DVD von CHF 123.1 Mio. um -23.8 Prozent auf CHF 93.8 Mio. und der Blu-ray im gleichen Zeitraum von CHF 49.2 Mio. um -12.9 Prozent auf CHF 42.8 Mio. gesunken. Der DVD Absatz reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um -20.9 Prozent, während die Blu-ray mit einer bedeutend besseren Bild- und Tonqualität ausgestattet, mit -8.5 Prozent lediglich im einstelligen Bereich verlor und so weiterhin eine wichtige Stütze im physischen Geschäft darstellt.

Insgesamt entfielen 34,6 Prozent oder CHF 72,4 Mio. des Gesamtmarktumsatzes in Höhe von CHF 209 Mio. auf digitale Online-Kauf– und Leihangebote. Der Umsatzanteil dieser digitalen Internet-Angebote ist somit innerhalb des letzten Jahres von 24,2 Prozent in 2014 (CHF 55,2 Mio. Digitalumsatz) um zehn Prozentpunkte angestiegen. Etwa sechs von zehn Franken (65%) wurden demnach aber weiterhin durch die klassischen Silberscheiben (DVD, Blu-ray) generiert.

Dem letzten Teil der Hobbit-Trilogie „Der Hobbit – Die Schlacht der fünf Heere“ gelang es in 2015, den ersten Rang der physischen Verkaufscharts (DVD und Blu-ray) zu belegen. Gefolgt von dem siebten Teil der Fast & Furious Franchise „Fast & Furious 7“ auf dem zweiten „Minions“ auf dem dritten Platz. Mit „Die Tribute von Panem – Mockingjay Part 1“ und „Monsieur Claude und seine Töchter“ platzierten sich zwei Filme (3 Filme 2014) in den Top 10 Jahrescharts, die in der Schweiz nicht von Hollywood Studios vermarktet wurden.

 

Artikel von: Schweizerischer Video-Verband SVV
Artikelbild: © obs/Schweizerischer Video-Verband SVV

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