Warum uns das „Alles ist möglich“-Denken abtrainiert wird

12.04.2016 |  Von  |  Selbstmanagement

Geschätzte Lesezeit: 6 minutes

Keine Beiträge mehr verpassen? Hier zum Newsletter anmelden!
Warum uns das „Alles ist möglich“-Denken abtrainiert wird
5 (100%)
2 Bewertung(en)

Jetzt sehe ich Sie schon vor dem Bildschirm sitzen, wie Sie mit dem Kopf schütteln: Wieder so ein „Alles ist möglich“-Coach … Doch mit diesem Beitrag und meinen Beispielen will ich das widerlegen. Nicht um meinen, sondern um Ihren Erfolg willen!

In welche Familie Sie geboren werden, können Sie sich nicht aussuchen. Möglicherweise ein 6er mit Zusatzzahl oder eine Niete – doch von allen Startpunkten aus kann man etwas erreichen, und meistens werden die mit der Niete eher Meister des Lebens. Da ich eher eine Niete gezogen habe, musste ich extrem an mir und meinem Leben arbeiten. Nur wer seine Zügel selber in die Hand nimmt, kann das Rennpferd in einem zum wahren Sieger machen.

Kommen wir wieder zurück zum „Abtrainieren“. Welche Punkte sind dafür massgeblich?

  1. Das Elternhaus: Denn dieses programmiert die Paradigmen und unterbewussten Programme. Als Kind bzw. Jugendlicher nehmen wir alle Bilder, Emotionen und Informationen ungefiltert in uns auf. Wenn die Eltern keine guten Vorbilder waren, wird das Programm nicht nach Ihrem Wunsch.
  2. Die Schule: Hier kommt es ganz darauf an, wie charakterlich stark Ihre Lehrer waren. Konnten Sie Werte vermitteln oder nur Mainstream-Meinungen? Wurde Ihnen das Lernen mit Spass und Freude vermittelt oder wurde es in Sie hineingeboxt?
  3. Die Freunde bzw. der Freundeskreis: Wie stark sind diese charakterlich und was für Werte bekamen sie vermittelt? Gingen Sie immer freundlich und herzensgut miteinander um?
  4. Ausbildungsleiter und Ausbildungsumfeld: Wieder ist wichtig, wie die Personen charakterlich waren und sind. Weiterhin wichtig: Wie wurde Ihnen Wissen vermittelt? War es ein Team oder mehr ein Haufen von Einzelkämpfern?
  5. Studium: Waren die Professoren und Dozenten authentisch bzw. echte Könner oder schauspielernde Schaumschläger? Konnten ihre Vorträge begeistern oder waren sie zum Einschlafen?
  6. Partnerschaft: Aus welchem Umfeld kommt Ihr Partner? Was hat dieser in seiner Kindheit erlebt? Waren die Eltern mehr oder weniger gebildet? Gibt Ihnen ihr Partner Sicherheit oder Unsicherheit? Kann der Partner Sie aufbauen oder zieht er Sie eher runter?
  7. Beruf oder Berufung: Machen Sie einen Beruf nur des Geldes wegen oder ist es eine echte Berufung, der Sie mit Liebe, Herz und Leidenschaft nachgehen?
  8. Medien: Wie lassen Sie sich von Medien beeinflussen? Glauben Sie alles oder reflektieren Sie es? Können Sie vom Wissen her alles richtig einordnen?

Sie merken: Das ist ganz schön viel! Doch jetzt sehen Sie, wo Ihre unterbewussten Programmierungen herkommen. Erst wenn Sie das alles mit Ihrer Persönlichkeit und Ihrem Gehirn be- und verarbeitet haben, können Sie den richtigen Flow erreichen. 

Jetzt kommt es noch darauf an, wie lange Sie in negativen Prozessen waren, denn alles sind Prozesse und lassen sich nicht von heute auf morgen ändern.

Handauflegen funktioniert nicht

Schätzen Sie ungefähr, wie lange Sie in negativen Prozessen waren. Genau diese Zeit brauchen Sie auch, um das Ganze zu drehen. 

Um jetzt noch ein paar Beispiele bzw. Geschichten für „Alles ist möglich“. Verfolgen Sie die folgende Textpassage mit grosser Aufmerksamkeit. 

Ich hatte schon immer über 100 kg und jeder Aussenstehende hat gedacht: Der muss jeden Abend faul auf seinem Sofa sitzen und Unmenge Chips in sich hineinstopfen. Weit gefehlt! Ich habe in meinem bisherigen 44-jährigen Leben immer Sport gemacht, und mit 15 kg mehr als jetzt den schwersten Halbmarathon Deutschlands in Heilbronn gefinisht; obwohl mein Vater, viele Verwandte und sogenannte Freunde mir das nicht zugetraut haben. Auch beim Rennen wurde ich nur angefeindet, worauf ich entgegnete: „Der Weg ist das Ziel!“ In einer Zeit von 2:36 Std. habe ich den Lauf schliesslich geschafft. Es ging mir nicht um die Zeit, sondern um das Durchhalten! 

Ein Freund hat eine Firma mit einem sogenannten Freund (Teilhaber) geleitet. Als der andere die Firma verliess, hatte er meinem Freund eine sechsstellige Schuldensumme hinterlassen. Alle rieten ihm, das Ganze zu lassen und Privatinsolvenz anzumelden. Doch innerhalb eines Jahres und mit eigenem Know-how schaffte er es, die Schulden zu tilgen. 

Ein anderer Freund, der Pfarrer ist, bekam von heute auf morgen Hodenkrebs. Wie, ein Pfarrer Hodenkrebs? Ja, auch geistliche Menschen können Schicksalsschläge bekommen. Von diesem Zeitpunkt änderte er sein Leben, im gesundheitlichen Bereich, um 180 Grad. Weiterhin ging er ins Zwiegespräch mit Gott und betete auch wieder verstärkt für sich. Wer anderen viel Gutes tut, vergisst sich selber des Öfteren! Im Umfeld rechneten viele mit dem Schlimmsten, doch er ist heute wieder kerngesund und fitter denn je! 



Egal von wo Sie kommen: Es ist wichtig, wohin und mit wem Sie gehen!

Starten Sie mit dem Lesen von Büchern oder Anhören von Hörbüchern, um Ihre Persönlichkeitsentwicklung voranzutreiben. Weiterhin sind die richtigen Seminare, Coaches und Mentoren auch ein Weg. Doch müssen diese Ihnen Ihren Weg zeigen, denn es gibt nur einen richtigen für Sie!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen reflektierten Umgang mit Ihrem Leben. Und immer „Alles ist möglich“ im Denken und TUN positiv verankern!

Mit den besten Siegercoach-Grüssen,
Ihr Swen-William Bormann

Siegen ist kein Zustand, sondern ein Prozess!

 

Artikelbild: © Rawpixel.com – shutterstock.com

Über Swen-William Bormann

Swen-William Bormann wurde als Arbeitersohn geboren und machte, bevor er seine Berufung als Trainer fand, Erfahrungen im Handwerk und Verkauf. Also ein echter Praktiker – kein Theoretiker. Sein starkes Bedürfnis nach Weiterbildung und persönlicher Entwicklung führte ihn dazu, zahllose Bücher, DVDs und Hörbücher zu nutzen, Seminare zu besuchen etc., um den Wunsch, mehr zu lernen, zu befriedigen. Dabei war und ist ihm immer wichtig, nur von den Besten der Branche zu lernen, wie Tony Robbins, Brian Tracy und viele mehr. Heute trainiert er mit Begeisterung Menschen vom Sportler bis zum Manager und hält inspirierende Vorträge, die im Kopf und Herzen bleiben.


Ihr Kommentar zu:

Warum uns das „Alles ist möglich“-Denken abtrainiert wird

Für die Kommentare gilt die Netiquette! Erwünscht sind weder diskriminierende bzw. beleidigende Kommentare noch solche, die zur Platzierung von Werbelinks dienen. Die belmedia AG behält sich vor, Kommentare ggf. nicht zu veröffentlichen.