Australien fürchtet chinesische Investitionen

31.03.2016 |  Von  |  News
Keine Beiträge mehr verpassen? Hier zum Newsletter anmelden!
Australien fürchtet chinesische Investitionen
5 (100%)
1 Bewertung(en)

Australien ist unter sämtlichen Industrienationen das Land, dessen Wirtschaft die höchste Abhängigkeit von China aufweist.

Und doch sind in „Down Under“ chinesische Investoren nicht besonders willkommen. Stattdessen unterziehen die Behörden Investitionen aus dem Reich der Mitte strengen Kontrollen.

Rahmenbedingungen verschärft

2015 hat die Regierung die Bedingungen für chinesische Käufer verschärft, die Ackerland in Australien kaufen wollen. Alle chinesischen Käufe ab 15 Mio. Australischen Dollar (rund zehn Mio. Euro) bedürfen einer Überprüfung der Behörde. US-Investoren brauchen eine ähnliche Bewilligung erst bei Käufen im Wert von 1,1 Mrd. US-Dollar (etwa 720 Mio. Euro) – ganz zum Ärger der Ökonomen in Australien.

„Auch bei geringeren Wachstumszahlen bleibt China die grösste ökonomische Chance für Australien“, so Hugh White, von der Australian National University in Canberra. China nimmt heute bereits rund ein Drittel des gesamten Aussenhandelsvolumen Australiens ein. Der Beitrag, den China zum BIP Australiens leistet, beläuft sich auf fünf Prozent.

Weltweit haben sich die Auslandsinvestitionen Chinas von 2013 bis 2015 auf 120 Mrd. US-Dollar verdoppelt. In Australien verzeichneten die chinesischen Auslandsinvestitionen, nicht zuletzt aufgrund der Auflagen 2014, sogar einen Rückgang auf insgesamt 8,4 Mrd. US-Dollar.



Wirtschaft kränkelt

Australien könnte die Auslandsinvestitionen Chinas jedoch gut gebrauchen, denn das Land hat mit einer schwachen Investitionsneigung seiner eigenen Unternehmerschaft zu kämpfen. Die Investitionspläne der Betriebe lagen im vierten Quartal 2015 auf einen Neunjahrestief. Die Ökonomen orten in Australien eine Art ökonomischen Nationalismus.

So ist auch der australische Agrarminister Barnaby Joyce sehr feindlich gegenüber ausländischen Käufen australischen Landes eingestellt und rief unlängst auch zum Verkaufsverbot von lokalem Ackerland durch staatseigene- oder staatsnahe Betriebe aus, was sich vor allem an die Adresse chinesischer Investoren richtete.

 

Artikel von: pressetext.com
Artikelbild: © David Carillet – Shutterstock.com


Ihr Kommentar zu:

Australien fürchtet chinesische Investitionen

Für die Kommentare gilt die Netiquette! Erwünscht sind weder diskriminierende bzw. beleidigende Kommentare noch solche, die zur Platzierung von Werbelinks dienen. Die Agentur belmedia GmbH behält sich vor, Kommentare ggf. nicht zu veröffentlichen.