MICE-Business: Asien ist die neue Hoffnung

01.02.2016 |  Von  |  News
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Ein Blick auf das Schweizer MICE-Business zeigt Licht und Schatten. Das wurde auf der Branchenmesse Konferenzarena am 27. Januar deutlich.

Während der Leisure-Bereich floriert, scheint der Kongress- und Event-Tourismus zu stagnieren. Die grossen Hoffnungen der Branche liegen auf Innovationen und asiatischen Fernmärkten. Anlässlich des Events wurden zum dritten Mal die Mice-Awards vergeben.

Awards, Frauenkarrieren, Zukunftsperspektiven. Am vergangenen Mittwoch zeigten sich das Konferenz-, Event-, Referenten- und Seminarbusiness sowie der Gastkanton Waadt in ihrer ganzen Vielfalt den rund 1000 Fachbesuchern.

Die Gastgeber Martina Müller, Swiss Sales Conferences, und Angelo Heuberger, Primus Publishing, zeigten sich zufrieden mit dem Anlass  und unterhielten sich am anschliessenden Apéro angeregt mit Ausstellern und prominenten Gästen wie Nadja Schildknecht, den Moderatoren Christa Rigozzi und Röbi Koller und der Journalistin und Dozentin Esther Girsberger.

Infrastruktur erweitern und Erreichbarkeit fördern

An einer Standortbestimmung machte Barbra Steuri-Albrecht, Leiterin des Switzerland Convention & Incentive Bureaus und Mitglied der Geschäftsleitung von Schweiz Tourismus, deutlich, dass 45 Prozent des durch MICE generierten Umsatzes von rund zwei Milliarden Franken aus dem Inland generiert würden. Aus Europa stammten 33 Prozent und aus dem restlichen Ausland 22 Prozent. Jede vierte Übernachtung sei auf ein Meeting zurückzuführen. Vor allem mit Blick auf die Fernmärkte sei die Schweiz weiterhin ein sicherer Wert als Premiumdestination – auch für das MICE-Geschäft, sagte Steuri-Albrecht.

Der Boom der Fernmärkte thematisierte auch Martin Sturzenegger, Direktor von Zürich Tourismus. Diese würden vor allem im Leisure-Bereich Zuwachs bringen, letztes Jahr allein in Zürich vier Prozent. Demgegenüber stagniere aber das Meeting-Geschäft. Eine der Ursachen dafür sei die Infrastruktur: „Wenn man nicht investiert, hinkt man schnell hinten nach.” Zürich könne im Moment täglich maximal 1200 Personen im Kongressbereich bewältigen, jedoch sei mehr möglich, wenn die Kapazitäten erweitert und Investitionen getätigt würden. Die Positionierung von Zürich als hochwertige „Boutique Metropole” hielt Sturzenegger für matchentscheidend. Man richte sich dabei gemäss der Clusterstrategie des Kantons auf die ICT-Branche und Fintech aus.

Laut Stefan Otz, Direktor Interlaken Tourismus, sind die Erreichbarkeit und der Zeitfaktor wichtige Elemente um der Stagnation im MICE-Business in der Ländlichen und alpinen Region entgegenzuwirken. Man müsse sich auf die eigenen Stärken konzentrieren und vor allem die Chancen in den Fernmärkten nutzen. Dort könne Interlaken auch an vordersten Front mithalten. Weniger optimistisch zeigte sich Otz für zusätzliche Buchungen aus der Schweiz und Europa.

Vier Leistungsträger mit Swiss Mice Award ausgezeichnet

Der Anlass wurde von TV-Moderator Röbi Koller moderiert. Zwei Höhepunkte waren ein VIP-Talk mit Nadja Schildkencht, Co-Direktorin des Zürich Film Festivals und ein Gespräch über Frauenkarrieren mit der Journalistin, Moderatorin und Dozentin, Ester Girsberger.



Zum Abschluss der Konferenz-Arena wurden am Abend zum dritten Mal die Swiss Mice Awards in vier Kategorien verliehen. In der Rubrik Destinationen wurde die Thurgau Tourismus ausgezeichnet. Zum besten Tagungshotel wurde das Congress Hotel Seepark gekürt, während das Swiss Tech Convention Center in der Kategorie Kongresszentren einen Award gewann. Zum Sieger in der Rubrik Special Locations wurde Papiersaal/Folium in Zürich gewählt.

Die Konferenzarena  wird  unter der Leitung von Romana Augustin als Joint Venture zwischen Swiss Sales Conferences und Primus Publishingorganisiert. Sie setzt auf einen Mix von 160 Ausstellern mit massgeblichen Referaten und Diskussionen auf der Arena-Bühne und Fachbühnen sowie der Verleihung der von Claudia Lässer moderierten Swiss MICE Awards in vier Kategorien zusammen. Der Event wurde am Mittwoch zum vierten Mal veranstaltet und fand im Kongresshaus Zürich statt.

 

Artikel von: htr/it
Artikelbild: © FWStudio – shutterstock.com

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