Am Recruiting-Markt in der Schweiz geht es aufwärts

08.01.2016 |  Von  |  Kommunikation, Organisation
Keine Beiträge mehr verpassen? Hier zum Newsletter anmelden!
Am Recruiting-Markt in der Schweiz geht es aufwärts
Jetzt bewerten!

Generell waren die Schweizer Unternehmen 2015 eher zurückhaltend bei den Neuanstellungen. Für 2016 jedoch zeichnet sich ab, dass wieder mehr Bewegung in den Recruiting-Markt kommt. Die Gehälter bleiben dabei stabil.

Zu diesem Ergebnis kommt die internationale Personalberatung Robert Walters in ihrer globalen Gehaltsstudie 2016. Die jährliche Studie erscheint zum 17. Mal und verschafft einen Einblick in weltweite und lokale Recruiting-Trends. Ausserdem informiert sie umfassend über die Gehälter in unterschiedlichen Branchen und Berufen – und das im Vergleich von 24 Ländern. Für die Schweiz sind Daten für die Bereiche Accounting & Finance, Banking & Financial Services,Sales & Marketing sowie Business Support und Interim-Positionen erfasst.

Vorsichtiges Recruiting in 2015

Zu Beginn des Jahres 2015 wurde der Schweizer Franken stark aufgewertet, was dazu führte, dass sich vor allem bei Unternehmen mit einem hohen Exportanteil die Produkte verteuerten und daraus folgend Sparmassnahmen ergriffen werden mussten. Auch das langsamere Wirtschaftswachstum trug dazu bei, dass die Unternehmen insgesamt eher zurückhaltend bei der Neueinstellung von Kandidaten waren. Nach wie vor gesucht sind aber Fachkräfte für die mittlere und Senior-Management-Ebene sowie Experten für Compliance und Regulierung. Wegen der Debatte um die Begrenzung von ausländischen Fachkräften in der Schweiz wurde im letzten Jahr das Augenmerk wieder stärker auf lokale Professionals gelegt, dieser Trend dürfte sich 2016 fortsetzen.

Stabile Gehälter – Bewegung am Arbeitsmarkt

Dank der soliden europäischen und weltweiten Wirtschaftsaussichten sollte sich der Schweizer Recruiting-Markt im Jahr 2016 langsam, aber kontinuierlich nach oben bewegen. Nach den Daten der globalen Gehaltsstudie kann damit gerechnet werden, dass auf allen Ebenen wieder mehr Dynamik in den Stellenmarkt, vor allem bei Schlüsselpositionen im Legal-, Risk – und Compliancebereich, kommt. Da viele Abteilungen sich vor allem im Sektor Banken und Finanzdienstleistung noch in einer Konsolidierungsphase befinden, dürfte sich bei den Gehältern allerdings kaum etwas bewegen. Ingesamt bleiben die Gehälter im Handel und in der Industrie 2016 aber stabil.


Vorsichtiges Recruiting in 2015 (Bild: © baranq - shutterstock.com)

Vorsichtiges Recruiting in 2015 (Bild: © baranq – shutterstock.com)


Finanzbranche: Schweiz übernimmt Führung in Sachen Regulierung

Finanzmärkte und Finanzdienstleistungen werden immer komplexer und zunehmend globalisierter, Für einen international so vernetzten Finanzplatz wie die Schweiz ist es daher enorm wichtig, dass sich die Regulierungen weltweit gegenseitig annähern. Historisch ist die Schweiz sonst eher den anderen europäischen Ländern gefolgt, was die Gesetzgebung in Bezug auf Regulierung der Finanzmärkte betrifft, inzwischen übernimmt sie bei diesen Fragen aber die Führung. Deshalb p ausgewiesene Experten für Compliance, Regulierung, Legal und Risk-Management. Auch im Bereich Treasury und Handelsfinanzierungen sind steigende Beschäftigungsmöglichkeiten zu erwarten. Ebenso prognostiziert Robert Walters eine Nachfrage nach lokalen Vertriebsprofis innerhalb der ICT-Branche.

Neubewertung der Kandidaten-Auswahlprozesse

Zu beobachten war, dass viele Stellen im Jahr 2015 lange unbesetzt blieben, weil Personalchefs offensichtlich zu lange auf Kandidaten mit dem absolut perfekten Lebenslauf gewartet haben. Mag dies für Senior-Management-Positionen noch angemessen erscheinen, birgt das auf anderen Ebenen die Gefahr, dass hohe Opportunitätskosten entstehen und die Ressourcen von potenziellen Toptalenten ungenutzt bleiben. Viele Unternehmen haben das inzwischen erkannt und verbessern ihre Auswahlprozesse. Um im Recruitment-Markt wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Mitarbeitern nicht nur gute finanzielle Konditionen, sondern beispielsweise auch Weiterbildungsprogramme geboten werden.



Nick Dunnet, Geschäftsführer von Robert Walters Deutschland & Schweiz, erläutert weiter:

„Wir haben 2015 einen steigenden Bedarf der Schweizer Unternehmen für Interimspositonen konstatiert und prognostizieren hier auch im nächsten Jahr eine Fortsetzung. Viele Umstrukturierungen und Change-Management-Prozesse machen den Einsatz von besonders qualifizierten und spezialisierten Interimskandidaten erforderlich. Voraussichtlich werden die Tagessätze in diesem Bereich leicht steigen. Sowohl für Interims- als auch für festangestellte Kandidaten sind die Aussichten auf dem Schweizer Arbeitsmarkt für 2016 auf jeden Fall positiv zu bewerten.“

 

Artikel von: Robert Walters
Artikelbild: © baranq – shutterstock.com


Ihr Kommentar zu:

Am Recruiting-Markt in der Schweiz geht es aufwärts

Für die Kommentare gilt die Netiquette! Erwünscht sind weder diskriminierende bzw. beleidigende Kommentare noch solche, die zur Platzierung von Werbelinks dienen. Die Agentur belmedia GmbH behält sich vor, Kommentare ggf. nicht zu veröffentlichen.