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Schweizer Hoteliers befürchten weniger chinesische Touristen

19.11.2015 |  Von  |  News

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Schweizer Hoteliers befürchten weniger chinesische Touristen
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Schweizer Hoteliers und Verkehrsdirektoren sehen ihren wichtigsten Wachstumsmarkt in Gefahr. Denn neue Visaregeln erschweren Ferienreisen für chinesische Touristen, die in der Schweiz seit Jahren traumhafte Zuwachsraten zeigen, wie die „Handelszeitung“ berichtet.

Ein am 12. Oktober in Kraft getretenes Gesetz der europäischen Schengen-Länder, zu denen auch die Schweiz gehört, erlaubt chinesischen Staatsbürgern die Einreise per sofort nur noch mit einem biometrischen Visum. Das stellt für viele reisewillige Chinesen eine grosse Hürde dar.

Chinesen können sich ein solches auf die Schweiz ausgestelltes Reisedokument nur an drei Stellen im Land besorgen: In Peking, Schanghai und Guangzhou. Für die grosse Mehrheit ist dieser Aufwand mit einer kostspieligen Inlandflugreise verbunden. Die selbst zu berappenden Kosten für das Visum mit persönlichen Identifikationsmarkmalen wie Fingerabdruck und Gesichtserkennung kommen dazu. Viele Chinesen wollen und können sich diesen Initialaufwand für ihre Europareise kaum mehr leisten.

Erste Auswirkungen sind bereits in der Schweiz zu spüren, etwa in Interlaken. Der Ort im Berner Oberland ist puncto Logiernächte nach Luzern die zweitwichtigste Schweizer Destination für chinesische Touristen.



Unsere Uhren- und Juweliergeschäfte gehen schon heute von teils happigen Verkaufsrückgängen in den kommenden Monaten aus“, sagt Tourismusdirektor Stefan Otz. Grund: Das in Interlaken stark ausgeprägte Gruppengeschäft mit Chinatouristen reagierte schon rasch nach Einführung des biometrischen Visums mit deutlichen Buchungsrückgängen. Das wird auch die lokale Hotellerie hart treffen, in der 2014 jede siebte Logiernacht auf einen chinesischen Gast fiel.

 

Artikel von: Handelszeitung
Artikelbild: © mary416 – shutterstock.com

Über Samuel Nies

Als gelernter Informatikkaufmann war für mich schon schnell klar, dass die Administration von verschiedenen Systemen zu meinem Gebiet werden sollte. Um aber auch einen kreativen Anteil in meinen Arbeitsalltag zu integrieren, verschlug es mich in die Welt des Web Content Management.


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