Top-Manager fürchten den Trend „Uberization“

04.11.2015 |  Von  |  News
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Top-Manager fürchten den Trend „Uberization“
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„Uberization“ beschreibt das Aufweichen von Branchengrenzen durch neue Wettbewerber. Dieser Trend ist eine der Hauptsorgen in den Vorstandsetagen, wie eine aktuelle Studie des IBM Institute for Business Value (IBV) zeigt.

Der Anteil an Führungskräften, die erwarten, sich immer stärker gegen branchenfremde Mitbewerber behaupten zu müssen, ist innerhalb der letzten beiden Jahre um mehr als ein Viertel gestiegen – von 43 Prozent im Jahr 2013 auf heute 54 Prozent.

Für die Studie „Redefining Boundaries: Insights from the Global C-suite Study“ wurden in über 70 Ländern rund 5’200 CEOs, CMOs, CFOs und CIOs aus öffentlichen und privaten Unternehmen in 21 Branchen befragt.

Das Reizwort lautet Industriekonvergenz: Laut Studie bewerten immer mehr CxOs die Annäherung von Branchen als den bestimmenden Einflussfaktor auf ihre Geschäfte in den kommenden drei bis fünf Jahren.

Immerhin wollen 24 Prozent der Führungskräfte von den als besonders leistungsstark bewerteten Unternehmen kognitive Technologien einsetzen. Ihre vorausschauenden sowie kognitiven Analyse-Methoden helfen laut Studie dabei, mit grösserer Sicherheit zu prognostizieren, was im Wettbewerbsumfeld passieren wird und liefern Erkenntnisse, um versteckte Mitbewerber frühzeitig zu erkennen.


„Uberization“ beschreibt das Aufweichen von Branchengrenzen durch neue Wettbewerber. (Bild: © Pressmaster - shutterstock.com)

„Uberization“ beschreibt das Aufweichen von Branchengrenzen durch neue Wettbewerber. (Bild: © Pressmaster – shutterstock.com)


Meidung des Unbekannten

Lange galten hauptsächlich diejenigen neuen Akteure als grösstes Risiko für traditionelle Unternehmen, die sich mit günstigeren Angeboten mehr Marktanteile sichern wollten. Das hat sich geändert: Heute werden etablierte Firmen immer häufiger von neuen Marktteilnehmern mit vollkommen neuartigen, meist digitalen, Geschäftsmodellen bedroht sowie durch kleinere, agilere Mitbewerber.

Diese veränderten Rahmenbedingungen haben auch Auswirkungen auf das Management in den Unternehmen: So sehen fast die Hälfte (48 Prozent) der CxOs die Notwendigkeit, ihre dezentrale Entscheidungsfindung zu stärken, 54 Prozent machen sich auf die Suche nach Innovationen ausserhalb ihrer Unternehmen und 70 Prozent planen, ihre Partnernetzwerke zu erweitern.

Der Kunde im Fokus – mehr digitale Interaktion

Sehr viele der befragten CxOs gaben an, dass es ihnen schwerfällt, einzuschätzen, was als nächstes kommen wird. Dennoch nutzt nur die Hälfte der Befragten Kunden-Feedback, wenn es um die Ermittlung und Erforschung neuer Trends und Technologien geht. Und das, obwohl bei der letzten Befragung vor zwei Jahren bereits rund 60 Prozent der CEOs angaben, sich aktiver mit ihren Kunden beschäftigen zu wollen, um entsprechende Erkenntnisse in ihre Geschäftspläne und -strategien zu integrieren. Daraus wurden bis heute jedoch offenbar keine Konsequenzen gezogen: Es besteht immer noch eine Lücke, die geschlossen werden müsste.

Zuversichtlich stimmt in diesem Zusammenhang hingegen die Einschätzung eines überwiegenden Anteils der CxOs, dass sich in Zukunft der Umgang mit Kunden tatsächlich verändern wird: So erwarten zwei Drittel der Befragten, dass der Kunde stärker als Individuum in den Fokus rücken wird – ein Zuwachs um 22 Prozent seit 2013 – und 81 Prozent plant mehr digitale Interaktion.



Technologien gewinnen an Bedeutung

Geändert hat sich auch die Einschätzung der CxOs im Hinblick auf die Bedeutung neuer Technologien: Waren es in den letzten drei CxO-Studien nur die CEOs, die Technologie als wichtigste externe Kraft mit dem grössten Einfluss auf ihr Geschäft bewerteten, schliessen sich dieses Mal ausnahmslos alle Top-Manager dieser Meinung an. So gehen die Befragten davon aus, dass Cloud Computing, mobile Lösungen, das Internet der Dinge sowie Cognitive Computing das grösste Potenzial haben, ihre Unternehmen zu revolutionieren. Ein weiteres Thema ist die IT-Sicherheit, die vor zwei Jahren noch eine untergeordnete Rolle spielte. Heute gilt sie für 68 Prozent der Befragten als Nummer 1 bei den Unternehmensrisiken.

 

Artikel von: IBM Switzerland Ltd.
Artikelbild: © Kzenon – shutterstock.com


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