Chinas rote Riesen in der Schweiz auf dem Vormarsch

Immer mehr Unternehmen aus der Volksrepublik China investieren in der Schweiz oder lassen sich gar nieder. Der Wirtschaftsinformationsdienst Bisnode D&B registriert in der Schweiz bereits mindestens 60 Firmen mit chinesischen Muttergesellschaften, wie die „Handelszeitung“ berichtet.

Auch bei der Zahl der Übernahmen hiesiger Firmen durch chinesische Eigner ist die Schweiz im Europavergleich top. So hat die auf China-Deals spezialisierte The Corporate Finance Group (TCFG) zwischen 2011 und 2015 insgesamt 44 Übernahmen ausgemacht. Bezogen auf die paneuropäischen M&A-Aktivitäten der Chinesen schneidet die Schweiz damit überdurchschnittlich gut ab. Sie landet hinter Grossbritannien, Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Spanien und Italien auf Platz sieben.

Die Chinesen passten dabei ihren Übernahmefokus zusehends an, stellt TCFG-Partner Beat Unternährer fest. Neben Industrieproduktionen rücken zunehmend technologieintensive Dienstleistungsbetriebe in den Mittelpunkt. „Unsere chinesischen Kunden schauen sich hierzulande vermehrt Gesundheitsanbieter, Qualitätsmanager, aber auch Bildungs- und Cleantech-Unternehmen an“, sagt Unternährer.



Dies gilt, obwohl der jüngste Börsencrash und die Wachstumsschwäche in China die Übernahmephantasie etwas eingetrübt haben. Das Geld sitzt zwar nicht mehr so locker wie bisher. Doch mittel- und längerfristig komme der Schweiz bei der chinesischen Auslandexpansion eine „überproportionale Rolle“ zu, sagt der M&A-Spezialist.

 

Artikel von: Handelszeitung
Artikelbild: © chungking – shutterstock.com

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