„Smart Factory“ findet Einzug in Schweizer Industrieunternehmen

07.10.2015 |  Von  |  News
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„Smart Factory“ findet Einzug in Schweizer Industrieunternehmen
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Die Schweizer Industrie ist auf einem guten Weg zur vernetzten Wirtschaft. So beschäftigen sich knapp zwei von drei Firmen bereits mit der intelligenten Fabrik – oftmals im Beobachtungs- und Analysestadium, aber auch in Einzelprojekten.

Das ist das Ergebnis einer länderübergreifenden Studie der Unternehmensberatung Staufen AG. Für den Industrie 4.0-Index wurden im Sommer 2015 insgesamt 329 Industrieunternehmen in der Schweiz, Deutschland und China befragt. Aus der Schweiz stammen 50 der Teilnehmer.

Industrie 4.0 bezeichnet die Informatisierung der Fertigungstechnik und der Logistik bei der Maschine-zu-Maschine-Kommunikation. (Wikipedia)

In Deutschland wurde der Industrie 4.0-Index schon zum zweiten Mal erhoben und er zeigt, mit welchem Tempo die Digitalisierung der Industrie voranschreitet. In der Schweiz wird das Thema intelligente Fabrik heute so wahrgenommen wie etwa vor einem Jahr in Deutschland.

Fakt ist: Die „Smart Factory“ findet Einzug in die eidgenössischen Unternehmen. 62 Prozent der Firma setzen sich mit dem Thema Industrie 4.0 auseinander. Allerdings befinden sich die Betriebe bisher überwiegend in der Beobachtungs- und Analysephase (36 Prozent), also in einem frühen Stadium auf dem Weg zur smarten Produktion. Immerhin: 18 Prozent haben bereits mit Einzelprojekten begonnen. Einige wenige arbeiten sogar nach eigenen Angaben bereits mit vollvernetzten Fabriken.


Lieferantenentwicklung China (Bild: © staufen.ag)

Lieferantenentwicklung China (Bild: © staufen.ag)


Richtig zufrieden sind die Schweizer Unternehmen mit dem Stand der Industrie 4.0-Umsetzung in ihrem Land allerdings noch nicht – denn sie geben sich selbstkritisch: 75 Prozent sind der Überzeugung, die Wirtschaft insgesamt habe die Bedeutung von Industrie 4.0 lange Zeit unterschätzt. Überdies vertreten acht von zehn Betrieben die Ansicht, die Dringlichkeit des Themas werde von der Politik zu wenig adressiert.

„Die Schweizer Unternehmen haben das Thema Industrie 4.0 erst einmal beobachtet. Jetzt legen sie los und starten mit der Umsetzung“, sagt Urs Hirt, Geschäftsführer Staufen Schweiz. „Um das Potenzial der intelligenten Fabrik zu heben, sind dabei neben Vernetzungs-Technologie vor allem effiziente Entwicklungs- und Fertigungsprozesse notwendig. Für die Unternehmen geht es daher in einem ersten Schritt darum, die Komplexität der eigenen Prozesse zu durchleuchten, auf Industrie 4.0-Tauglichkeit zu überprüfen und im Folgenden entsprechend anzupassen. Gerade die Smart Factory erfordert eine schlanke Organisation und Produktion.“



Weltweit führende Nation bei der Entwicklung einer intelligenten Produktion ist nach Einschätzung der meisten Schweizer Studienteilnehmer Deutschland, gefolgt von Japan und den USA. „Die Eidgenossen rangieren nach eigener Einschätzung auf Platz 4, werden sich langfristig jedoch sicher nicht mit einer Rolle im Mittelfeld zufrieden geben“, so Staufen-Schweiz-Chef Hirt.

 

Artikel von: Staufen AG
Artikelbild: © Nataliya Hora – shutterstock.com


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