In Medienberichten verdrängen Männer die Frauen

01.10.2015 |  Von  |  News
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In Medienberichten verdrängen Männer die Frauen
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In der medialen Berichterstattung sind Frauen weitaus weniger präsent als Männer. Eine durchgeführten Studie zufolge sind 82 Prozent der in den Medien vorkommenden Namen männlich. 

Laut Studienleiter Eran Shor gibt es zwei Zutaten, die die unausgeglichene Darstellung begünstigen: „Die Zutaten sind die Voreingenommenheit der Medien mit Führungskräften auf Kosten aller anderen und der altbekannten ‚gläsernen Decke‘, die Frauen nachhaltig davon abhält, in Führungspositionen zu gelangen.“

Untersucht wurden Artikel aus über 2.000 amerikanischen Zeitungen, Magazinen und Online-Portalen zwischen 1983 und 2009. Dabei zeigte sich, dass die Zahlen bei als „unbedeutend“ eingestuften Personen, über die nur ein oder zwei Mal berichtet wird, noch ausgeglichen sind – Frauen und Männer werden gleich oft erwähnt. „Jedoch konzentrieren sich die Medien fast ausschliesslich auf Personen an der Spitze von Beschäftigungs- und sozialen Hierarchien, die grossteils Männer sind: Geschäftsführer, Politiker, Regisseure und Ähnliches“, erläutert Shor.

„Die Berichterstattung im Unterhaltungsbereich ist vielleicht besonders überraschend, weil Menschen glauben, dass weibliche Stars genauso berühmt oder sogar berühmter als männliche Stars sind und zumindest die gleiche Menge an Aufmerksamkeit bekommen sollten“, fügt der Forscher an. Dem ist jedoch nicht so.

Im Gegensatz zu vorangegangenen Studien konnten Shor und sein Team auch keine Unterschiede in der Berichterstattung von verschiedenen Quellen feststellen. Liberale Medienorganisationen berichteten nicht öfter über Frauen als konservative. Und auch wenn Magazine Chefredakteurinnen hatten oder andere Frauen in hohen Positionen, bekamen Frauen nicht mehr Platz in den Artikeln.



„So lange Männer fortfahren, die höchsten Ebenen der Beschäftigungs- und sozialen Hierarchien zu monopolisieren, ist es unwahrscheinlich, dass wir einen bedeutenden Wandel in der medialen Berichterstattung sehen“, analysiert Shor abschliessend. „Die resultierende Dominanz von Männern als Thema von öffentlichen und Tischgesprächen verstärkt und normalisiert möglicherweise die Vermutung in den Köpfen des Publikums, dass Macht und Nachrichtenwert etwas sind, das Männer haben und offensichtlich verdienen.“

 

Artikel von: pressetext.com
Artikelbild: © racorn – shutterstock.com

Über Samuel Nies

Als gelernter Informatikkaufmann war für mich schon schnell klar, dass die Administration von verschiedenen Systemen zu meinem Gebiet werden sollte. Um aber auch einen kreativen Anteil in meinen Arbeitsalltag zu integrieren, verschlug es mich in die Welt des Web Content Management.


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