Wie du deine Fähigkeiten zu Geld machst

07.08.2015 |  Von  |  Start-up
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Wie du deine Fähigkeiten zu Geld machst
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In diesem Artikel erfährst du, wie du aus deinen persönlichen Stärken und Fähigkeiten dein eigenes Business aufbauen kannst und ein selbstbestimmtes Leben führst. Egal ob du momentan Handwerker, Webdesigner, Autoverkäufer bist oder einen ganz anderen Job hast.

Machst du täglich das, was dir Spass macht? Bist du glücklich in deinem Job oder nervt dich dein Chef? Wolltest du dich schon immer selbständig machen, ein Start-Up gründen oder einen Blog führen?

Die Welt in der wir leben dreht sich immer schneller. Die Anforderungen an uns Menschen nehmen, sowohl in der Gesellschaft als auch in der Berufswelt, permanent zu. Prozesse sollen schlanker und Aufgaben effizienter erledigt werden. Die Digitalisierung und die wachsende Internetaffinität vernichten ganze Berufsfelder und lassen neue entstehen.

Doch wie kannst du bei diesem Tempo mithalten? Was wollen wir eigentlich vom Leben? Und was erwarten wir von unseren Arbeitgebern?

Ich zum Beispiel gehöre der Generation Y an. Das ist diese Generation, die zwischen 1980 und 1990 geboren wurde und sich gerade im Berufseinsteiger-/Aufsteiger-Modus befindet. Unserer Generation sagt man nach, dass sie nahezu alles hinterfragt und in Verhandlungen mit dem Arbeitgeber lieber über die Anzahl der Urlaubstage und die Möglichkeiten des Home-Office spricht als über das Gehalt. Besonders schlimm sind für uns Bürokratiemodelle und strenge Hierarchien.

Auf Grund unserer Überzeugungen und Lebenseinstellungen ändert sich die Jobwelt radikal. Immer mehr Unternehmen stellen Home-Offices oder Co-Working-Spaces zur Verfügung.

Eine weitere Komponente moderner Unternehmen ist die Vertrauensarbeitszeit. Hierbei wird Mitarbeitern ermöglicht, vom sturen 9-till-5 Konzept abzuweichen, um somit die Zeit für Job und Familie besser in Einklang bringen zu können.



Doch machen wir uns nichts vor. Wie viele Arbeitgeber bieten diese Flexibilität wirklich an? Da verwundert es nicht, wenn immer mehr Young Professionals lieber ihr eigenes Ding machen, als sich den festgefahrenen Konzepten veralteter Grosskonzerne anzuschliessen.

Dabei sind die Gründe für den Sprung in die Selbständigkeit vielfältig:

  • Selbstverwirklichung
  • machen, was dir Spass macht
  • dein eigener Chef sein
  • freie Zeiteinteilung
  • Leute um sich haben, die man mag
  • hohe Verdienstmöglichkeiten
  • Familie und Job verbinden
  • usw.

Die Liste lässt sich mit Sicherheit noch beliebig ausbauen. Doch neben den positiven Eigenschaften ist jede Existenzgründung natürlich auch mit Risiken verbunden. Gibt es einen Markt für mein Vorhaben? Wie kostenintensiv ist das Projekt? Habe ich genug Ausdauer und Selbstdisziplin? Komme ich mit einer 80-Stunden-Wochen klar?

Ein Verfahren, das sich für alle Gründer und somit auch für dich eignet, um eine Geschäftsidee zu testen, ohne viel Kapital einfliessen zu lassen, ist das sogenannte „Bootstrapping“.  Wie du dieses System gewinnbringend für dich einsetzen kannst, erfährst du im Laufe des Artikels.


Habe ich genug Ausdauer und Selbstdisziplin? (Bild: © Goodluz - shutterstock.com)

Habe ich genug Ausdauer und Selbstdisziplin? (Bild: © Goodluz – shutterstock.com)


Bevor wir zu deinen persönlichen Möglichkeiten kommen möchte ich dir zunächst beschreiben, wie ich selbst dabei vorgegangen bin.

Nach dem Abitur habe ich zunächst eine Bankausbildung gemacht und danach Banking & Finance studiert. Ich hatte schon immer Spass an BWL und speziell an den Kapitalmärkten. Relativ früh merkte ich aber auch, dass ich etwas Eigenes ausprobieren wollte.

Nachdem ich über Jahre meine Kenntnisse und Erfahrungen in Theorie und Praxis sammeln und ausbauen konnte, wollte ich irgendwann den Sprung in die (Teil-)Selbständigkeit wagen.

Meine Idee:

Im Rahmen meiner Tätigkeit bei einer Bank habe ich festgestellt, dass die Menschen in Europa kaum Ahnung von Geldanlage haben. Sie lassen sich von Beratern schlechte Produkte andrehen, verlieren Geld durch die Inflation oder zu teure Anlagevehikel, die sie eh nicht verstehen.

Ich wollte eine Plattform schaffen, mit Hilfe derer sich jeder Privatkunde seine Geldanlage eigenständig zusammenstellen kann, ohne grosse Vorkenntnisse und ohne den Druck eines Bankberaters. Dabei hat er die Auswahl aus vielen sicheren, transparenten und renditestarken Bankprodukten.

Ich hatte nicht viel Kapital für mein Vorhaben und war auch zu ängstlich vor einer Kreditaufnahme. Ein Programmierer kam für mich also nicht in Frage und der teure Rat von Marketingexperten war ebenfalls keine Option.

Welche Alternative hatte ich also? Richtig. Bootstrapping.

Ich probierte vieles aus, ohne einen Cent in die Hand zu nehmen. Da ich keine Programmierkenntnisse hatte, recherchierte ich im Netz, wie ich mir trotzdem eine eigene Website bauen könnte. Ich schaute mir diverse Youtube-Videos an und folgte den Anleitungen verschiedenster Blogs. Nach einigen Tagen hatte ich dann ein Grundgerüst und holte mir Feedback von Freunden und Kollegen ein. So entstand mein erstes Projekt anlago.de.

Diese Schleife aus „Bauen-Testen-Korrigieren“ wiederhole ich bei meinen Projekten bis heute. Denn neben der „Geldanlage für jedermann“ habe ich ebenfalls eine Plattform geschaffen, auf der sich speziell Daytrader austauschen und ihre Skills verbessern können. Da ich selber auch noch als Trader arbeite, habe ich so die Möglichkeit, meine Erfahrungen sowohl Anfängern als auch Fortgeschrittenen auf tradingfreaks.com zur Verfügung zu stellen.

Schaue dir diese Seiten an und hole dir Inspiration für das, was du dir selbst aufbauen kannst.

Genau da wollen wir jetzt hinkommen:

Wie du dein eigenes Business aufbauen kannst

In deinem Business wollen wir deine persönlichen Fähigkeiten in der Online-Welt unterbringen und mit Hilfe einer Website und digitalen Infoprodukten gewinnbringend einsetzen.

Dabei gehst du wie folgt vor:

Schritt 1: Brainstorming


Das Brainstorming ist dafür da, erste Ideen zu generieren. (Bild: © LoloStock - shutterstock.com)

Das Brainstorming ist dafür da, erste Ideen zu generieren. (Bild: © LoloStock – shutterstock.com)


Das Brainstorming ist dafür da, erste Ideen zu generieren. Dafür nimmst du dir ein Blatt Papier und einen Stift und machst dir Gedanken um folgende Punkte:

Was macht mir Spass? Was sind meine Hobbys? Was mache ich beruflich? Worin kenne ich mich besonders gut aus? Mit welchen Dingen kann ich anderen Leuten helfen?

Schritt 2: Konkretisierung


Welches Thema ist als Online-Businessmodell am besten geeignet. (Bild: © Manczurov - shutterstock.com)

Welches Thema ist als Online-Businessmodell am besten geeignet. (Bild: © Manczurov – shutterstock.com)


Aus den gewonnenen Ideen wird nun selektiert, welches Thema als Online-Businessmodell am besten geeignet ist.

Folgende Fragen solltest du dir stellen: Gibt es einen Markt für mein Vorhaben? Wer sind potenzielle Konkurrenten? Welchen Mehrwert bietet meine Idee den Leuten? Wer ist meine Zielgruppe? Wie kann ich damit Geld verdienen? Wie kann ich den Mehrwert online präsentieren?

Dazu musst du wissen, was deine potenziellen Kunden überhaupt interessiert. Generell sind es zwei grosse Themen, die immer funktionieren: „Geld“ und „Liebe“.  Bleiben wir beim Thema Geld. Hierbei geht es hauptsächlich darum, den Leuten Wege aufzuzeigen, wie sie entweder Geld einsparen können (du gibst ihnen Tipps, wie sie etwas günstiger bekommen, kein Geld verlieren oder Fehlinvestitionen vermeiden) oder Geld vermehren können (mein Business).

Schritt 3: Domain registrieren und Website erstellen


Selbst wenn du keine Programmierkenntnisse hast, kannst du dir eine Homepage eigenständig aufbauen. (Bild: © Rawpixel - shutterstock.com)

Selbst wenn du keine Programmierkenntnisse hast, kannst du dir eine Homepage eigenständig aufbauen. (Bild: © Rawpixel – shutterstock.com)


Überlege dir einen Firmennamen und einen Namen für deine Website. Registriere anschliessend eine Domain bei einem Anbieter wie z. B. Checkdomain. Als nächstes folgt dann der Aufbau der Website.

Keine Angst. Selbst wenn du keine Programmierkenntnisse hast, kannst du dir eine Homepage eigenständig aufbauen. Besonders gut funktioniert das mit WordPress. Wenn du bei Youtube „Homepage mit WordPress erstellen“ eingibst, findest du diverse Schritt-für-Schritt-Anleitungen, die wirklich leicht verständlich sind.

Schritt 4: Website bekannt machen


Erstelle eine Facebook-Page und bitte zunächst Freunde und Bekannte um Likes. (Bild: © jurgenfr - shutterstock.com)

Erstelle eine Facebook-Page und bitte zunächst Freunde und Bekannte um Likes. (Bild: © jurgenfr – shutterstock.com)


Nachdem du deine Website erstellt hast, musst du für Traffic sorgen. Du kannst nur dann Geld mit deiner Idee verdienen, wenn du genügend User hast (und zwar die richtigen).

Selbstverständlich kannst du den Bekanntheitsgrad durch gezielte Werbekampagnen enorm steigern, jedoch nicht ohne ein gewisses Kapital.

Wenn du es wirklich „bootstrappen“ willst, dann hast du folgende kostenlose Varianten zur Auswahl:

Erstelle eine Facebook-Page und bitte zunächst Freunde und Bekannte um Likes, erstelle Youtube-Videos zu deinem Thema mit Verlinkung zu deiner Seite, vernetze dich mit anderen Bloggern und schreibe Gastbeiträge. Einen besonderen Fokus solltest du auf Emailmarketing via Newsletter legen. Die Wirkung dieser Methoden braucht zwar ein wenig Zeit, ist dafür aber völlig kostenlos.

Schritt 5: Geld verdienen


Erstelle digitale Infoprodukte, die deinen Usern einen wirklichen Mehrwert bieten. (Bild: © KieferPix - shutterstock.com)

Erstelle digitale Infoprodukte, die deinen Usern einen wirklichen Mehrwert bieten. (Bild: © KieferPix – shutterstock.com)


Du musst deinen Usern helfen, ein besseres Leben führen zu können. Das Thema Geld sparen haben wir weiter oben bereits angesprochen, es gibt aber noch viele weitere Möglichkeiten wie „Perspektiven aufzeigen“, „Für Ablenkung/Unterhaltung sorgen“, „Träume wecken“, „Sport/Gesundheit“ usw.

Erstelle digitale Infoprodukte, die deinen Usern einen wirklichen Mehrwert bieten. Dies kann eine Checkliste, ein Ebook, ein Videokurs, ein persönliches Coaching oder aber Affiliate Marketing (Verkauf fremder Produkte mit Provisionsbeteiligung) sein.

Das Schöne an digitalen Infoprodukten ist, dass der Internetmarkt so enorm gross ist und immer noch wächst. Immer mehr Leute kaufen online ein, führen ihre sozialen Kontakte via Internet, schauen Filme usw. Es ist unglaublich, wie viele Kunden du heutzutage online erreichen kannst.

Und jetzt denk einmal an den Aufwand, den du beim Verkauf des Produktes hast.

Genau. Es  gibt ihn praktisch gar nicht. Wenn du ein Produkt einmal erstellt hast, wird es 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche automatisiert verkauft. Keine Lagerkosten, kein Büro, keine Mitarbeiter, keine Öffnungszeiten. Du schaffst dir ein dauerhaft passives Einkommen!

Von wo aus kannst du arbeiten? Praktisch von überall! Egal ob zuhause in den eigenen vier Wänden, im Park um die Ecke oder am Strand von Miami. Alles, was du brauchst, ist ein Laptop und eine stabile Internetleitung. Gibt Schlimmeres, oder?

Fazit:

Es braucht nicht immer die Jahrhundert-Idee eines Steve Jobs oder eines Mark Zuckerbergs, um sich erfolgreich selbständig zu machen. Egal ob Handwerker oder Dienstleister, in jeder Branche lässt sich dieses System umsetzen. Natürlich kann der Elektroinstallateur via Internet keine Heizung reparieren, aber er kann ein Ebook schreiben oder Videokurse anbieten, um den Leuten zu zeigen, wie sie die Reparatur eigenständig erledigen können, ganz ohne teure Hilfe.



Ich bin der Überzeugung, dass du alle deine Fähigkeiten und Leidenschaften in selbständiger Tätigkeit ausüben kannst und dass dieses Projekt ausreicht, um deinen Lebensstandard zu sichern und im Laufe der Zeit sogar enorm zu steigern.

Ein letzter Rat an dieser Stelle:

Alles was du machst, solltest du mit Leidenschaft und Hingabe machen! Arbeite ehrlich und gewissenhaft und versuche, diese Welt ein Stück weit besser zu machen. Dann kommt der Erfolg von ganz alleine.

 

Oberstes Bild: © 2j architecture – shutterstock.com

Über Tim Grüger

Tim Grüger ist der Gründer und Inhaber der beiden Finanz-Blogs tradingfreaks.com und anlago.de. Seine ersten Börsenerfahrungen sammelte der gelernte Bankkaufmann im Alter von 17 Jahren. Seitdem hat er sein Wissen, auch mithilfe des Bachelor-Studiums "Banking&Finance" sowie praktischer Erfahrungen aus der Vermögensberatung und dem Börsenhandel, stetig erweitert. In seinen Blogs teilt er das erworbene Wissen in Form von Blogbeiträgen, Coachings, eBooks, Videos und Live-Chats.


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