Storytelling: Mit diesen 10 Tipps bleiben Sie Ihren Kunden im Gedächtnis

09.07.2015 |  Von  |  Kommunikation
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Storytelling: Mit diesen 10 Tipps bleiben Sie Ihren Kunden im Gedächtnis
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Was können Sie tun, damit sich potenzielle Kunden an Sie erinnern? Sie brauchen Content, der sorgsam aufeinander abgestimmte Erzählelemente aufweist. Dazu gehören ein Spannungsbogen, ein erforderliches Mass Authentizität und spannende Charaktere, die während der Erzählung eine Entwicklung durchlaufen … Zu schwierig zum Selbermachen? Keinesfalls, denn es geht um Geschichten!

Sie sind nicht deshalb für Kinder so spannend, weil diese Erzählform kindisch ist, sondern weil Menschen davon angesprochen werden und sich das Erzählte besonders gut merken. Storytelling ist für das Marketing überaus relevant, und hier bekommen Sie zehn wertvolle Tipps dafür.

Nach dem SEO kommt das BEO – „Brain Engine Optimization“. Zugegeben, dieses Kunstwort entstammt der Feder des Autors dieses Artikels und beschreibt keinen neuen Trend, der das SEO ablösen soll. Es geht vielmehr darum, wie man potentielle Kunden durch ansprechenden Content nachhaltig erreichen kann, nachdem sie durch gutes SEO auf die eigene Webseite gefunden haben.

Die effektivsten und beliebtesten Formen dafür sind social media posts, Videos, Artikel und Blogs. Aber in welchem Stil verwirklicht man diese Form des Contents? Sachlich und vielleicht sogar etwas steril, um so viel Kompetenz wie möglich zu vermitteln oder doch lieber etwas verspielt, um durch menschliche Züge eine Verbindung zu seinen Kunden aufzubauen?

„Marketing-Experten und Hirnforscher sind sich sicher: Storytelling funktioniert besser als klassische Werbung, denn das episodische Gedächtnis des Menschen speichert Geschichten besser als Fakten“, schreibt die Unternehmensberaterin Claudia Hilker. Die Autorin, Hochschullehrerin und Firmengründerin ist auf digitale Marketing-Kommunikation spezialisiert und setzt insbesondere auf Storytelling im Marketing-Bereich. Mit dieser Methode könne man seinen Content mit einem emotionalen Erlebnis verbinden, und das sei, so Hilkert, für die Kaufbereitschaft eines Kunden entscheidend. Ausserdem gehen spannende Geschichten nicht so schnell aus dem Kopf.

Wenn Sie ihr Unternehmen oder ihr Produkt präsentieren möchten, sind nicht nur Zahlen entscheidend. „Kunden, Geschäftspartner und Mitarbeiter wollen die Werte eines Unternehmens verstehen“, sagt Hilkert und ergänzt: „Sie wollen Geschichten über Unternehmen, Produkte und die Macher hören.“


Storytelling funktioniert besser als klassische Werbung. (Bild: wavebreakmedia – shutterstock.com)

Storytelling funktioniert besser als klassische Werbung. (Bild: wavebreakmedia – shutterstock.com)


Videos von zufriedenen Kunden, die vielleicht sogar eine kleine persönliche Geschichte mit Ihrem Produkt verbinden, erzeugen bei potentiellen Käufern eine emotionale Verbundenheit und bleiben Ihnen im Gedächtnis. Wie genau baut man aber eine gute Story auf? Claudia Hilkert hat dafür zehn Tipps parat:

1. Kernbotschaft herausarbeiten

Denken Sie darüber nach, welche Kernbotschaft die Geschichte vermitteln soll. Machen Sie es nicht zu kompliziert und beschränken Sie sich auf eine einzige Botschaft, damit Ihre Zuhörer nicht aus Versehen ihre Aufmerksamkeit lediglich einer Nebenbotschaft widmen. Machen Sie die Kernbotschaft so klar wie möglich. Ihre Zuhörer sollen nachher nicht nur den Grundgedanken Ihrer Botschaft „so ungefähr erfasst“ haben, sondern genau das mitnehmen, was Sie übermitteln wollen.

2. Kurz und prägnant

Dafür muss Ihre Geschichte kurz und prägnant sein. Konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche und arbeiten Sie mit markanten Motiven, dann prägt sich die Geschichte bei der Zuhörerschaft gut ein.

3. Logische Struktur

Die Geschichte muss logisch aufgebaut sein. Vermeiden Sie grosse Sprünge in der Handlung.

4. Keep it simple

Konzipieren Sie eine einfache Handlung, damit sie von jedem nachvollzogen werden kann.

5. Bilder sprechen lassen

Arbeiten Sie mit bildhafter Sprache, z.B. Metaphern, Symbole, Ironie, Übertreibung, um manche Zusammenhänge mit wenigen Worten klar zu machen.

6. Sympathischer Protagonist

Wenn es an die konkrete Handlung der Geschichte geht, dann denken Sie zuerst über eine sympathische Hauptfigur nach. Sie ist der wichtigste Teil Ihrer Geschichte und sollte durch wenige aber markante Merkmale beschrieben werden.

7. Emotionen sind Trumpf

Wählen Sie eine emotionale Ausgangssituation, mit der sich der Zuhörer sofort identifizieren kann und die direkt in das Geschehen einführt

8. Spannung entwickeln

Kreieren Sie einen Spannungsbogen: Durch mehrere Höhepunkte und anschliessende Lösung des Problems führen Sie Ihre Zuhörer langsam zur Kernbotschaft hin, die durch die Auflösung ganz klar vermittelt wird.

9. Positiver Ausgang

Setzen Sie bevorzugt auf ein Happy End, denn Menschen identifizieren sich lieber mit einer positiven Geschichte

10. Entwicklung der Hauptperson

Lassen Sie die Hauptperson eine Entwicklung vollziehen, wodurch Sie erst zum Helden wird und geben eine abschliessende take away message als Fazit. Wenn Sie ein gutes Beispiel für die Video-Umsetzung der Punkte sechs bis zehn suchen, dann können Sie sich ein paar Episoden der amerikanischen Drama-Comedy-Serie „Scrubs“ anschauen.



Die genannten Aspekte können auch, etwas abstrahiert, auf Werbebannern umgesetzt werden, wie es das Autovermietungsunternehmen Sixt mehrfach gezeigt hat.

 

Oberstes Bild: © Ollyy – shuteerstock.com


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