5 moderne SEO-Erfolgsmethoden, die du kennen musst

09.06.2015 |  Von  |  Marketing
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5 moderne SEO-Erfolgsmethoden, die du kennen musst
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Suchmaschinenoptimierung gehört zum Online Marketing wie die Butter zum Brot – allerdings hat sich „SEO“ (Englisch für „Search Engine Optimization“) in den letzten Jahren extrem verändert. Ein Grund dafür ist Google, denn Google hat seit seinen ersten Tagen unter einigen Praktiken der Suchmaschinenoptimierung stark gelitten.

Viel zu oft wurden technische Schlupflöcher ausgenutzt, findige „Blackhat SEOs“ fanden immer wieder Schwachstellen – und allein beim Linkaufbau hatte sich bis 2014 eine weltweit florierende Industrie entwickelt. Mit diversen Updates schob Google vielen dieser Machenschaften aber einen Riegel vor.

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Googles Dominanz als größte Suchmaschine weltweit ist seit Jahren ungebrochen.

Googles Dominanz als größte Suchmaschine weltweit ist seit Jahren ungebrochen. (Bild: © Statista)


Damit ist Suchmaschinenoptimierung nicht weniger wichtig geworden – ganz im Gegenteil: SEO gehört nach wir vor in jede sinnvolle und auf Wachstum ausgelegte digitale Strategie. Allerdings kannst du heutzutage keine SEO mehr mit den Mitteln von 2010 betreiben – heute gibt es andere Erfolgsmethoden, die du kennen musst!

1. Fokussiere dich auf ein Ziel


Ein klares Ziel vor Augen zu haben, hilft, bei der Arbeit nicht den Fokus zu verlieren.

Ein klares Ziel vor Augen zu haben, hilft, bei der Arbeit nicht den Fokus zu verlieren. (Bild: © Creativa Images – Shutterstock)


Suchmaschinenoptimierung ist extrem komplex und Google kennt über 200 Rankingfaktoren, die für die Erstellung der Suchmaschinenergebnisse herangezogen werden – manche mehr und manche weniger. Niemand ausser Google weiss genau, wie stark die einzelnen Gewichtungen im Detail sind.

Elemente wie die Überschrift, der Seitentitel oder die URL sind wichtiger als andere, letztendlich handelt es sich aber auch „nur“ um einzelne Stellschrauben, die zusammen funktionieren müssen. Technisch muss eine Website auf einem einwandfreien und aktuellen Stand sein, doch all das reicht nicht, wenn du selbst nicht weisst, was genau du mit deinem Content wirklich erreichen willst.

Moderne SEO ist ohne Content Marketing nur noch schwer vorstellbar. Es reicht nicht mehr aus, einfach nur einen Text zu schreiben und dann zu warten, bis dieser Text bei Google ein gutes Ranking erreicht.

Heute musst du dich auf dein strategisches Ziel fokussieren und dafür sorgen, dass du dieses Ziel mit hochwertigen Inhalten erreichst. Ganz gleich, um welches Thema es dir geht – wenn du die Probleme deiner Zielgruppe im Blick hast und für diese Probleme entsprechende Lösungen anbietest, bist du auf dem richtigen Weg.

Doch nicht nur die Kombination einer technisch einwandfreien suchmaschinenoptimierten Seite mit grossartigen Inhalten ist notwendig – du musst gleichzeitig dafür sorgen, dass deine Website die bestmögliche User Experience bietet. Wenn du dafür sorgst, dass die Inhalte auf deiner Website leicht und schnell zugänglich sind, dann wirst du damit deine Leserinnen und Leser begeistern und gleichzeitig auch bei Google punkten.

2. Biete immer nur aktuelle und zeitlose Inhalte an


Nicht nur aktuelle sondern auch zeitlose Inhalte können für Ihre Leser wertvoll sein.

Nicht nur aktuelle sondern auch zeitlose Inhalte können für Ihre Leser wertvoll sein. (Bild: © cosma – Shutterstock)


„Nichts ist älter als die Zeitung von gestern“, lautet bekannte Redewendung. Und es stimmt, denn die Zeitung von gestern ist nicht mehr interessant.

Doch was ist mit „Faust“ von Goethe? Was ist mit „Krieg und Frieden“ von Tolstoi – und was ist mit „Star Wars“? Das alles sind zeitlose Inhalte, die dauerhaft funktionieren, weil viele Menschen diese Inhalte lieben und sie deswegen immer wieder konsumieren.

Für deine SEO-Strategie hast du zwei lukrative Optionen: Auf der einen Seite versorgt du deine Leserinnen und Leser ständig mit spannenden und interessanten News aus deiner Nische. Auf der anderen Seite veröffentlichst du immer wieder zeitlose Inhalte, die auch noch nach Jahren aktuell sind.

Ein Beispiel sind klassische Ratgeberthemen: Wenn du einen Online Shop für Gartengeräte und –zubehör hast, dann kann es nicht schaden, auch Ratgeber-Content rund um dieses Thema zu veröffentlichen. Bestimmte Arbeiten im Garten wie zum Beispiel Rasenmähen liegen immer wieder an – wenn du dazu Content veröffentlichst und besonders gute Tipps und Tricks für einen noch schöneren Rasen präsentierst, dann wird dieser Ratgeber immer wieder und von vielen unterschiedlichen Usern gelesen.

Mit diesen beiden Optionen sorgst du dafür, dass ständig neuer Content von dir erscheint, der die meisten Bedürfnisse deiner Leserinnen und Leser befriedigen wird. Und auch hier schaut Google nicht einfach nur zu: Google erkennt die Qualität deiner Inhalte anhand von Nutzersignalen und stuft deine Website dann nach und nach immer mehr als noch wichtiger und noch nützlicher sein – so landest du dann mit der Zeit auf den ersten Plätzen bei Google und bekommst immer wieder neuen Traffic.

3. Achte auf hervorragende Usability


Eine gute Usability führt zu mehr Lesevergnügen.

Eine gute Usability führt zu mehr Lesevergnügen. (Bild: © Goodluz – Shutterstock)


Viele Webmaster und vor allem Webdesigner sind immer ein bisschen in die eigene Arbeit verliebt. Das will ich an dieser Stelle überhaupt nicht bemängeln, ich kenne eine Menge sehr talentierter Grafiker, die ausgezeichnete Creatives und Visuals produzieren.

Allerdings – und das kann zu einem echten Problem werden – gibt es oft kein gleichzeitig ausreichendes Verständnis für die Usability einer Website: „Der Köder muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler!“

Eine Website muss also nicht nur für Google optimiert sein und gute Inhalte präsentieren – sie muss auch so gestaltet sein, dass sie von den Usern schnell und einfach bedient werden kann. Nichts ist frustrierender als eine Website, die sich umständlich bedienen lässt.

Im Internet ist die Konkurrenz immer nur einen Klick entfernt, trotzdem ist der Irrglaube, dass die Besucher einer Website schlechte Usability in Kauf nehmen und trotzdem auf ihr bleiben, weit verbreitet.

In Wirklichkeit ist das Gegenteil der Fall: Wer sich auf einer Website als User nicht schnell zurechtfindet, verlässt die Seite wieder und startet bei Google eine neue Suche. Fatal: Solche schnellen Absprünge registriert Google – und Google merkt es auch, wenn sich die Besucher nur kurz auf einer Website aufhalten.

Beides Signale, die dafür sorgen können, dass eine Website keine guten Rankings bei Google erzielt. Aus Sicht von Google nachvollziehbar: Google will seinen Usern immer nur die besten Suchergebnisse präsentieren – Websites, die ihre User mit einer schlechten Usability verärgern, können nicht dazugehören.

4. Baue keine Links auf, sondern Beziehungen


Heute ist es wichtiger den je, Beziehungen zu anderen Marktteilnehmern aufzubauen.

Heute ist es wichtiger den je, Beziehungen zu anderen Marktteilnehmern aufzubauen. (Bild: © cristovao – Shutterstock)


Auch wenn das Internet digital ist: Letztendlich wird es von Menschen genutzt – und aus diesem Grund folgt das Internet auch den Gesetzen des menschlichen Miteinanders. Noch bis vor ein paar Jahren reichte es, sich für die eigene Website massenhaft Links zu besorgen und in kurzer Zeit gingen die Rankings bei Google nach oben.

Diese Zeiten sind in der Form vorbei, heute zählen andere Faktoren. Wer sich als moderner Suchmaschinenoptimierer beweisen will, braucht immer noch Links – doch ist es heute viel anspruchsvoller geworden, Links von passender Qualität zu bekommen.

Fakt ist, dass es mittlerweile bestenfalls gefährlich ist, mit alten Linkaufbau-Techniken loszumarschieren und zu hoffen, dass die eigene Strategie aufgeht. Inzwischen ist es viel wichtiger geworden, mit der eigenen Website zu einer vertrauensvollen Ressource in der eigenen thematischen Nische zu werden.

Wer das schafft, wird sich über sehr viele Verlinkungen von anderen Websites freuen. Weil das Internet von Menschen genutzt wird und somit den Regeln des menschlichen Miteinanders folgt, sind wir alle tendenziell eher bereit, Informationen von vertrauenswürdigen Quellen anzunehmen.

Neue Websites haben es am Anfang schwer, weil sie sich dieses Vertrauen erst erarbeiten müssen – nicht nur bei potenziellen Leserinnen und Lesern, sondern auch bei Google! Schon seit Jahren arbeitet Google mit einem „TrustRank“, der zwar nicht öffentlich einsehbar, aber existent ist.

Und wie im normalen Leben auch „vertraut“ Google einer Website, die es nicht kennt, nicht so sehr wie anderen, bereits bekannten Websites. Moderne Suchmaschinenoptimierung baut vertrauensvolle Beziehungen zu den eigenen Usern und zu Google auf – nur wenn beide Parteien wissen, dass eine Website immer wieder für hochwertige Inhalte sorgt und so nachhaltig auf sich aufmerksam macht, ist der langfristige Erfolg gesichert.

5. Du musst besser schreiben (lernen) als die Konkurrenz


Wirklich gelungene Texte werden nicht nur durch die Leser, sondern zunehmend auch durch Suchalgorithmen belohnt.

Wirklich gelungene Texte werden nicht nur durch die Leser, sondern zunehmend auch durch Suchalgorithmen belohnt. (Bild: © BlueSkyImage – Shutterstock)


Google liebt ausführliche und detaillierte Inhalte. Je länger und umfangreicher ein Artikel ist, desto eher wird er zudem geteilt – das haben Studien ergeben.

Mehr geteilte Inhalte sorgen für mehr Traffic und damit steigt nicht nur die Reichweite deiner Website, sondern auch die Chance auf zusätzliche Verlinkungen. Ausserdem kannst du dich mit solchen umfangreichen und detaillierten Artikel zu einer Autorität in deiner thematischen Nische machen.

All das hilft dir dabei, im Rahmen deiner SEO-Strategie deutlich bessere Ergebnisse zu erzielen. Dafür ist es allerdings notwendig, dass auf deiner Website vornehmlich auch solche Artikel erscheinen – und nicht jede/r ist in der Lage, solche Artikel abzuliefern.

Letztendlich ist das kein grosses Problem, denn „gute Schreibe will gelernt sein“ – so heisst es auch heute noch oft unter Journalisten, die in Sachen Recherche und Struktur eine solide Ausbildung absolviert haben. Und diese Fähigkeit, so gute und detaillierte Inhalte zu verfassen, dass die User einer Website gar nicht mehr anders können, als diese Artikel, Videos oder Bilder zu konsumieren, kann man sich jederzeit aneignen.

Natürlich geht das nicht ohne Fleiss, Zeit und Übung – und ohne den Fokus auf die richtigen Zielgruppe. Am Ende kommt es darauf an, dass der Content konsumiert und geteilt wird, damit er möglichst viele User im Internet erreicht, denn nur so ist es auch gewährleistet, dass andere Websites aufmerksam werden und dann entsprechend verlinken.

Fazit

Moderne Suchmaschinenoptimierung folgt nicht mehr den alten Gesetzen – du kannst 2015 nicht mehr erfolgreich bei Google sein, wenn du Techniken von vor 5 Jahren einsetzt und nicht auf deine Zielgruppe eingehst. Noch niemals zuvor war es so wichtig wie heute, die richtigen User zur richtigen Zeit mit den richtigen Inhalten im Internet zu erreichen.

Soziale Netzwerke spielen für die Verbreitung von Inhalten eine grosse Rolle und Google wertet auch soziale Signale aus – das derzeit aber nur, um die eigenen Suchergebnisse abzugleichen oder bestenfalls anzureichern. Letztendlich kommt es darauf an, Inhalte zu produzieren, die so gut sind, dass sie von der Zielgruppe freiwillig möglichst weit verbreitet werden.

Das klappt am besten mit einer Website, die technisch für Suchmaschinen optimiert ist, gleichzeitig aber auch die richtige Struktur und Usability mitbringt, damit sie einen deutlichen Mehrwert für Google und alle Besucher der Website darstellt. Wenn die veröffentlichten Inhalte zudem auch noch ausführlich und fachlich detailliert sind, dann sind die Chancen sehr gut, dass eine hohe Reichweite erzielt wird – und damit verbunden ein nachhaltiges Wachstum.

 

Oberstes Bild: © Rawpixel – Shutterstock

Über Björn Tantau

Björn Tantau kann auf über 15 Jahre Erfahrung im Online Marketing zurückblicken und ist unter anderem als Blogger, Keynote-Speaker und Podcaster bekannt. Seine Website bjoerntantau.com gilt als einer der renommiertesten Online Marketing Blogs in Deutschland und wurde 2014 vom SearchEngineJournal zu einem der Top Marketing Blogs gewählt. In sozialen Netwerken folgen ihm mehr als 40'000 User und er hat mehrere Bücher geschrieben, darunter einen Amazon-Bestseller zum Thema “Website-Traffic”.

Als Head of Market Insights bei der Facelift BBT GmbH in Hamburg verantwortet er dort unter anderem das Content Marketing. Bisher wurde Björn Tantau mehrfach im TV interviewt, unter anderem vom ZDF, von RTL, von RTL 2, der Deutschen Welle und der 20-Uhr-Ausgabe der ARD-Tagesschau. Als Autor schreibt er regelmässig für grosse deutschen Websites, Blogs und Magazine und hat bereits auf zahlreichen nationalen und internationalen Konferenzen, Messen und Events gesprochen.


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