Erfolgreich im Verkauf – Tipps für einen guten ersten Eindruck

22.04.2015 |  Von  |  Selbstmanagement

Geschätzte Lesezeit: 7 minutes

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Der englische Begriff „Image“ steht für den Gesamteindruck, den eine Mehrzahl von Menschen etwa von einer Organisation oder einer Person hat. Dieser Eindruck muss nicht objektiv richtig sein, dennoch beeinflusst er das Verhalten von Menschen, weswegen die Imagebildung und -Pflege in Politik und Wirtschaft eine wichtige Bedeutung besitzt.

Im Marketing und Selbstmarketing spielt das Image eine entscheidende Rolle, denn ein guter Ruf vereinfacht Verkaufsverhandlungen enorm und hilft dabei, zu einem Abschluss zu gelangen. Wer im Vertrieb erfolgreich werden und bleiben will, sollte sich daher früh damit beschäftigen, welche Faktoren dazu beitragen, ein positives Image aufzubauen, um vertrauenswürdig und kompetent auf andere zu wirken.

Kleider machen Leute

Es ist eine altbekannte Tatsache, dass die Kleidung eines Menschen einen wichtigen Anteil am ersten Eindruck hat. Wenn Sie beruflich viel Kontakt mit fremden Menschen pflegen müssen, sollten Sie sich daher angemessen und professionell kleiden. Farbe, Form und Grösse müssen auf Ihre Persönlichkeit und Ihren Körperbau abgestimmt sein. Wenn Sie unsicher sind, welche Farben und Schnitt zu Ihnen passen, können Sie sich in einem Modegeschäft beraten lassen, gute Damen- oder Herrenausstatter sind es gewohnt, auch als Stilberater zu agieren.

Betrachten Sie Ihre Kleidung als Investition in Ihren Erfolg und achten Sie daher auf einen guten Schnitt und hochwertige Stoffe. Ein Handwerker investiert ebenfalls viel Geld in gutes Werkzeug, daher sollten Sie bei Ihrem Werkzeug – mit dem Sie einem Kunden bereits auf den ersten Blick vermitteln wollen, seriös und vertrauenswürdig zu sein – nicht nach dem Preis auswählen, sondern nach der Wirkung, die Sie erzielen.

Pflegen und schützen Sie Ihre Garderobe. Lassen Sie sie regelmässig in einer professionellen Textilreinigung säubern und bügeln und denken Sie immer daran, einen Regenschirm oder Regenmantel mitzunehmen, um sich und Ihre Kleidung vor der Witterung zu schützen. Und ebenso vor Staub und direkter Sonneneinstrahlung.

Tragen Sie Kleidung, in der Sie sich wohlfühlen. Kaufen Sie sich Kleidungsstücke, die Sie kombinieren können und die stilistisch zueinander passt. Und ein besonderes Augenmerk sollten Sie Ihren Schuhen widmen, denn diese werden nicht nur von weiblichen Gesprächs- und Verhandlungspartnern oft besonders genau betrachtet. Schuhe sollten nicht nur sauber und geputzt sein, auch der Zustand von Schnürsenkeln oder Sohlen kann während eines längeren Gesprächs oder bei einer Präsentation von Ihren Zuschauern genauer betrachtet werden.

Dress for Success

Orientieren Sie sich bei der Kleiderauswahl immer an Ihren Gesprächspartnern und dem konkreten Anlass. Fragen Sie nötigenfalls vorab telefonisch oder per E-Mail nach, welcher Kleidungsstil angemessen ist, das ist besser, als vollkommen unpassend gekleidet zu einem wichtigen Termin zu erscheinen. Wenn Sie eine lange Anreise haben, sollten Sie Kleidung aus knitterfreien Stoffen tragen und ausreichend Zeit einplanen, sich im Hotel umzuziehen.

Ein Kleidersack hilft auf Reisen dabei, Anzug oder Kostüm faltenfrei zu transportieren. Dennoch ist es ratsam, ein Reisebügeleisen einzupacken oder ein Hotel zu wählen, das einen Bügelservice bietet. Um Hosen im Hotel knitterfrei zu lagern, können Sie diese bei den Hosenbeinen greifen und über Kopf aufhängen, so bleiben auch die Bügelfalten erhalten.


Orientieren Sie sich bei der Kleiderauswahl immer an Ihren Gesprächspartnern und dem konkreten Anlass. (Bild: © auremar - shutterstock.com)

Orientieren Sie sich bei der Kleiderauswahl immer an Ihren Gesprächspartnern und dem konkreten Anlass. (Bild: © auremar – shutterstock.com)


Vor einem Termin sollten Sie sich in einem Ganzkörperspiegel mit ausreichender Beleuchtung genau ansehen und kritisch prüfen, ob alles sitzt, sauber ist und farblich zueinander passt. Oder Sie fragen eine neutrale Person, etwa den Portier oder einen Kollegen.

Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance

Die ersten Sekunden entscheiden bei einer persönlichen Begegnung darüber, wie Sie auf Ihre Gegenüber wirken. Die Kleidung trägt dazu ebenso bei wie andere Faktoren, etwa der Geruch, der Klang der Stimme oder der Händedruck. Aus diesem Grund sollten Sie bei einem beruflichen Meeting Parfüm oder parfümierte Kosmetikprodukte nur sehr zurückhaltend einsetzen. Ein Pfefferminz oder Mundspray einige Minuten vor einem Gespräch sorgen für frischen Atem und ein Deodorant dafür, dass Sie auch in kritischen Situationen nichts ins Schwitzen kommen.

Das pünktliche Erscheinen zu einem vereinbarten Termin ist eine wichtige Tugend. Planen Sie bei der Anreise ausreichend zeitlichen Puffer ein, so dass Sie selbst bei unvorhergesehenen Staus oder schlechtem Wetter einige Minuten vor der Zeit ankommen. Diese Zeit können Sie nutzen, um einen letzten prüfenden Blick in den Spiegel zu werfen oder sich innerlich auf das bevorstehende Gespräch einzustimmen.

Schon bei der Begrüssung können Sie Interesse und Wertschätzung für Ihren Gesprächspartner signalisieren, indem Sie seinen Namen korrekt und mit einem Lächeln aussprechen. Bei ausländischen Kunden oder Lieferanten mit ungewöhnlichen Namen sollten Sie die Aussprache vorher üben, um eine peinliche Situation zu vermeiden und Ihre Chance auf einen guten ersten Eindruck zu wahren.

Mit einem verbindlichen Händedruck, bei dem Sie Ihrem Gegenüber lächelnd in die Augen sehen, gestalten Sie die erste Kontaktaufnahme positiv. Lassen Sie Ihre Hand vollständig in die Hand des Begrüssten gleiten und nehmen Sie mit Ihrer gesamten Handfläche Kontakt auf. Drücken Sie die andere Hand ein- bis zweimal deutlich, ohne zu viel Kraft aufzuwenden. Selbstverständlich sollten Sie sicherstellen, dass Ihre Hand trocken und warm ist, und das nicht erst direkt bei der Begrüssung.

Zeit ist ein knappes Gut

Strapazieren Sie nicht die Geduld Ihrer Gesprächspartner: Prospekte sollten Sie griffbereit bei sich tragen und ohne langes Suchen im Koffer hervorholen können. Wenn Sie eine Präsentation halten müssen, sollten Sie Ihren Laptop frühzeitig anschalten und die Software starten, dann können Sie jederzeit loslegen. Haben Sie immer mindestens ein Backup auf einem externen Laufwerk oder USB-Stick dabei, das Sie nutzen können, wenn Sie die Präsentation auf der IT des Kunden zeigen sollen.



Mit Ihrer Kleidung und Ihrem Auftreten beeinflussen Sie die Meinung anderer und sorgen für eine positive Gesprächsatmosphäre. Zu einem positiven Image zählt jedoch nicht alleine der erste Eindruck, Kompetenz, Verbindlichkeit und Zuverlässigkeit sind Faktoren, die ein Image langfristig prägen und aus Interessenten Kunden und aus Kunden Stammkunden machen. Dennoch sind die ersten Momente eines Kontaktes prägend, darauf sollten Sie gut vorbereitet sein.

 

Oberstes Bild: © KieferPix – shutterstock.com

Über Christian Praetorius

Christian Praetorius, Jahrgang 1969, gelernter Controller und Logistiker mit jahrelanger Berufserfahrung. Seit 2012 gemeinsam mit seiner Frau Christine als freier Texter und Autor selbständig, erfolgreich und glücklich. Seine Kunden schätzen ihn für klare Worte, originelle Slogans und kreative Wortspiele ebenso wie für seine absolute Zuverlässigkeit und Kundenorientierung. Schreibt aus Berufung und mit Leidenschaft für die Sprache, die Botschaft und den Leser.


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