Büroausstattung nicht unterschätzen!

09.04.2015 |  Von  |  Selbstmanagement
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Für viele unserer geneigten Leser wird „Arbeitsplatz“ mit „Schreibtisch“ gleichzusetzen sein. Doch während kein Schreiner oder Schmied auf einer völlig chaotischen Werkbank arbeiten könnte oder wollte, wird die maximale Entropie auf dem Bürotisch oft geradezu kultiviert.

Wo anfangs jede Menge Platz zum Arbeiten war, häufen sich jetzt Unmengen technischer Geräte, Akten stapeln sich links und rechts, die geliebten Familienbilder verstecken sich irgendwo hinter dem Monitor und ebenso im Irgendwo liegt wohl auch noch das Butterbrot von gestern.

Nach einigem Suchen findet sich auch der Kugelschreiber, der Notizzettelblock ist schon länger verschwunden und die wichtige Telefonnummer des Vertragspartners ist immer noch unter der Schreibunterlage eingeklemmt. Hoffentlich! Apropos Telefon, wo ist das eigentlich abgeblieben? Kein schöner Platz zum Arbeiten. Zeit zum Aufräumen und Zeit für ein paar kleine Helfer mit grosser Wirkung.

So räume ich meinen Schreibtisch also erst einmal auf, am besten mache ich ihn richtig leer. Da kommt doch so einiges zum Vorschein, von dem ich gar nicht mehr wusste, dass es noch existiert. Eine alte Verdienstabrechnung oder die Einladung zur letzten Betriebsweihnachtsfeier. Was für ein rauschendes Fest. Jetzt aber weg damit. Ja wohin denn? Auch der Papierkorb ist randvoll.

Gute Gelegenheit einmal zu notieren, was für einen reibungslosen Ablauf am Arbeitsplatz Schreibtisch so alles erforderlich und sinnvoll wäre.

Welche Möglichkeiten zum Ordnen gibt es?

Schnell ist eine Liste einiger hilfreicher und nützlicher Tools für die Ausstattung des Arbeitsplatzes zusammengestellt. Ganz oben rangiert der Aktenvernichter, im Volksmund auch Schredder genannt. So wird dann auch mehr Platz im Papierkorb. Ein Blick auf den immer aufgeräumten Schreibtisch meines Kollegen hilft, die Liste schnell zu komplettieren. Neben besagtem Schredder folgen

  • flexibler Telefonarm
  • Tastaturauszug zum Nachrüsten
  • CPU-Ständer auf Rollen
  • Monitorständer
  • Anbautraverse
  • Stehsammler
  • Ablagekörbe
  • Stifteköcher
  • Schreibunterlage
  • Telefonregistratur
  • Notizzettelbox

Und für das ganz individuelle Vergnügen ein neuer Kaffeebecher. So sollte endlich Ordnung auf meinen Schreibtisch und in mein Arbeitsleben kommen. Der schwere Gang ins Rechnungswesen fällt nicht ganz leicht. Sicherlich werden mir dort die Sparfüchse meinen schönen Wunschzettel gnadenlos zusammenstreichen und mit etwas Glück bleibt mir der Notizzettelblock. Und den nehmen die dann noch aus dem Lager für Werbegeschenke. Meine Firma verschickt nämlich an treue Kunden auch sowas. Natürlich mit Firmenlogo und flottem Spruch.


So sollte endlich Ordnung auf meinen Schreibtisch und in mein Arbeitsleben kommen. (Bild: © terekhov igor - shutterstock.com)

So sollte endlich Ordnung auf meinen Schreibtisch und in mein Arbeitsleben kommen. (Bild: © terekhov igor – shutterstock.com)


Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung

Schlimmer konnte es nicht werden. In der Abteilung Rechnungs- und Bestellwesen läuft mir natürlich mein Chef über den Weg. „Na, Herr Hoffmann! Wieder mal Extrawünsche?“. Widerstrebend halte ich ihm meine Bestellliste hin. „Das wird ja Zeit, dass auch Sie Ihren Schreibtisch mal auf Vordermann bringen! Dann könnten Sie ja praktisch ab morgen gleich einmal  alle anderen Arbeitsplätze in der Abteilung auf sinnvolle Einrichtung überprüfen.“ Sagt`s, kritzelt sein Kürzel auf die Bestellliste, was für die Bestell-Tante heissen dürfte: Genehmigt.

Und so ist es dann auch. Einige Dinge kommen aus dem Büromittellager, andere müssen noch nachbestellt werden, sollten aber bereits schon am nächsten Tag da sein. Gut, dass mir rechtzeitig das Wunder der Einsicht widerfahren ist. So habe ich nun alle Chancen zur Besserung.

Schnell montiert und sofort bereit

Am nächsten Tag komme ich mit neuem Schwung auf Arbeit. Es gibt etwas zu tun. Nicht, dass es an anderen Tagen nichts zu tun gäbe, aber heute lauern gleich zwei Sonderaufträge auf meine Aktivität. Zum einen mein eigener Schreibtisch und zum anderen die Arbeitsplätze meiner Abteilungskollegen. Hier lässt sich sicherlich überall noch das eine oder andere verbessern. Und wenn es nur der fehlende Radiergummi ist.

Die von mit georderten Anbauteile und Zusatzausstattungen sind schnell montiert. Plötzlich ist auch nach der Einrichtung der Schreibtisch eine weite, lichte Fläche mit jeder Menge Platz für die Arbeit. Keine fliegenden Zettel mehr, kein sinnlos zugestellter Platz und dennoch alles in Reichweite. So muss das! Denke ich mir, puste ein Stäubchen von meiner dunkelgrünen Schreibunterlage und mache mich auf den Weg in die anderen Büros. Jetzt bin ich der Weltverbesserer. Zumindest für die  kleine Welt meiner Abteilung.

Ein fröhlich vor sich hin pfeifender Chef kommt mir entgegen: „Na, Herr Hoffmann! Auf Weltverbesserungstour? Dann hauen Sie mal tüchtig rein!“ Und schon ist er wieder weg.

Na dann starte ich mal meine Büroverbesserungstour. Als ob der Alte Gedanken lesen könnte.

Noch besser geht immer

Wann haben Sie das letzte Mal darüber nachgedacht, wie Ihr Arbeitsplatz funktionaler und schöner werden kann? Gerade eben? Dann habe ich ja alles richtig gemacht. Und wenn doch nicht, werfen Sie doch mal einen Blick auf Ihren Schreibtisch. Hat dort alles seinen guten Platz? Und haben vor allem Sie ausreichend Platz für die tägliche Arbeit? Wenn nicht, sollten Sie vielleicht einige Anregungen aus meiner kleine Büroverbesserungsliste aufgreifen. Lohnend ist selbst eine kleine Optimierung allemal.



Und wenn Sie wissen wollen, wie es nach ein paar Wochen auf meinem Schreibtisch aussieht, schicken Sie mir doch im Kommentarfeld einfach eine kleine Botschaft. Ich selbst bin gespannt, ob die frische Ordnung hält, was sie verspricht.

 

Oberstes Bild: © best pixels – shutterstock.com

Über Olaf Hoffmann

Olaf Hoffmann ist der kreative und führende Kopf hinter dem Unternehmen Geradeaus...die Berater.
Neben der Beratertätigkeit für kleine und mittlere Unternehmen und Privatpersonen in Veränderungssituationen ist Olaf Hoffmann aktiv in der Fort- und Weiterbildung im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe.
Als Autor für zahlreiche Blogs und Webauftritte brilliert er mit einer oftmals bestechenden Klarheit oder einer verspielt ironisch bis sarkastischen Ader. Ob Sachtext, Blogbeitrag oder beschreibender Inhalt - die Arbeiten des Autors Olaf Hoffmann bereichern seit 2008 in vielfältigen Formen das deutschsprachige Internet.


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