Was Manager und Unternehmer von Sylvester Stallone alias Rocky Balboa lernen können – Teil 2

01.04.2015 |  Von  |  Selbstmanagement

Geschätzte Lesezeit: 6 minutes

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Was Manager und Unternehmer von Sylvester Stallone alias Rocky Balboa lernen können – Teil 2
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Lektion 4: Die Grösse spielt keine Rolle!

Der Kampf zwischen Ivan Drago und Rocky im vierten Teil spielt ein wenig auf die biblische Geschichte von David und Goliath an. Drago ist einen Kopf grösser und 30 Kilogramm schwerer als Rocky. Aber dieser trifft trotzdem immer wieder den Kopf des Gegners und schlägt ihn schliesslich nieder. 

Viele Manager arbeiten in kleinen Unternehmen und müssen ständig gegen die grossen Konzerne mit ihren gewaltigen Ressourcen ankämpfen. Aber wenn Sie den unbedingten Willen zu siegen haben, finden Sie auch Ihren Weg. Rockys Trainer Mickey sagt in einer Szene, Boxen passiert zu 90 Prozent im Kopf. Sie müssen lernen, die Konkurrenz zu überlisten: mit Ihren Fähigkeiten, mit Schnelligkeit und mit Zielstrebigkeit.


Dies ist ein Bericht in zwei Teilen:

Teil 1
Was Manager und Unternehmer von Rocky Balboa lernen können

Teil 2
Was Manager und Unternehmer von Sylvester Stallone alias Rocky Balboa lernen können


Lektion 5: Machen Sie aus Schwächen Stärken!

Im ersten Teil erfahren wir, dass Rocky ein Rechtsausleger ist. Aus der Boxersprache übersetzt, heisst dies, er ist Linkshänder, seine rechte Hand ist schwach, und die Gegner wissen das. Im zweiten Teil, vor der Revanche gegen Apollo Creed, bringt der Trainer Rocky dazu, die Schlagkraft der Rechten zu entwickeln und deutlich zu erhöhen. Rocky besiegt seine Schwäche und wird am Ende Weltmeister. Später verteidigt er den Titel gegen eine ganze Reihe von Herausforderern erfolgreich.

Versuchen Sie, Ihre Schwachpunkte in Stärken umzuwandeln. Arbeiten Sie an sich, um zu gewinnen. Genau wie Apollo wird Ihre Konkurrenz gar nicht mitbekommen, was sie am Ende geschlagen hat.

Lektion 6: Tun Sie das, was Sie am besten können!

Eine weitere wunderbare Szene ist die, als Adrian Rocky fragt, warum er boxt. Seine Antwort kommt schüchtern und unschuldig daher: Ich boxe, weil ich nicht singen oder tanzen kann. Rocky versucht sich im Lauf der Filmreihe an diversen Jobs, aber er muss immer wieder erkennen, dass Boxen das Einzige ist, was er wirklich beherrscht, exakt die Disziplin, in der er am besten ist.

Fragen Sie sich selbst und belügen Sie sich nicht: Ist das, was ich tue, wirklich das, was ich am besten kann? Falls nicht, sollten Sie keine Schwierigkeit scheuen und sich schnellstens neu orientieren.

Lektion 7: Motivieren Sie andere!

Innerhalb der Filmreihe passiert es häufig, dass Rocky sich ziemlich unfokussiert ans Training macht, sei es aus Angst, Unruhe oder Zweifel. Er braucht jemanden, der ihn genügend motiviert, um gewinnen zu wollen, jemanden, der intensiv mit ihm spricht oder auch mal eine Standpauke hält. Meist handelt es sich dabei um seine Frau Adrian oder Trainer Mickey. Danach kniet er sich dann wieder richtig in seine Vorbereitungen hinein.


Sylvester Stallone 1983 (Bild: © Alan Light - CC BY-SA 2.0 DE)

Sylvester Stallone 1983 (Bild: © Alan Light – CC BY-SA 2.0 DE)


Auch der grösste Champion braucht manchmal jemanden, der ihn motiviert und anpeitscht. Ganz gleich, welche Position Sie gerade bekleiden, als Coach, Chef, als Freund oder Gatte: Vergessen Sie nicht, andere zu motivieren, ihnen Vertrauen zu schenken und ihre Fähigkeiten herauszukitzeln, damit sie Erfolg haben können.


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Lektion 8: Vergessen Sie nicht die wichtigen Menschen und Dinge!

In Rocky V zieht sich der Champ aus dem aktiven Boxsport zurück und kümmert sich um einen Erfolg versprechenden Nachwuchsboxer, Tommy „The Machine“ Gunn. Darüber vergisst er seine Familie, vor allem aber seinen Sohn. Er ist so fixiert auf seine Arbeit mit Tommy, dass er nicht einmal wahrnimmt, was sein Sohn zu ihm sagt: Du verlierst uns, du verlierst deine Familie!

Achten Sie darauf, dass Ihre Arbeit Sie nicht so in Beschlag nimmt, dass Sie keine Zeit und Gedanken mehr für Ihre Familie, Ihre Freunde, Ihr Privatleben finden. Zu gewinnen heisst auch, die richtige Balance zwischen Arbeit, Freizeit und Geselligkeit zu finden.

Lektion 9: Zeigen Sie nicht mit dem Finger auf andere!

Die Rocky-Story endet 30 Jahre nach Teil I mit dem sechsten Film, der den Titel „Rocky Balboa“ trägt. Mit über 50 Jahren überlegt der ehemalige Champ, noch einmal in den Ring zurückzukehren. Sohn Robert versucht derweil, sich in der Geschäftswelt zurechtzufinden und wirft seinem Vater vor, er läge wie ein Schatten auf ihm. In dieser Szene kommt es zu der wohl denkwürdigsten Aussage der gesamten Reihe (siehe Video), als Rocky sagt: „Mach weiter, sieh‘ zu, dass du bekommst, was du wert bist. Zeige nicht immer mit dem Finger auf andere, die angeblich Schuld daran sind, dass du nicht vorankommst.“


Rocky Balboa über das Leben


Sie sind verantwortlich für Ihr Leben, im Unternehmen genauso wie zu Hause. Wenn Sie die Schuld für Ihr Versagen oder Ihren Misserfolg immer nur bei anderen suchen, kommen Sie keinen Schritt voran.

Lektion 10: Lernen Sie, Hindernisse zu überwinden und mit schwierigen Situationen umzugehen!

Rocky hat in allen Folgen mit harten Schicksalsschlägen zu kämpfen. Sein Trainer Mickey stirbt an Herzversagen, Freund Apollo wird von Ivan Drago beim Boxen getötet, seine Frau Adrian stirbt an Krebs. Auch im Ring muss er immer wieder ordentlich einstecken. Im letzten Teil sagt er dazu: „Es geht nicht darum, wie hart du schlagen kannst. Es geht darum, wie viele harte Schläge du aushalten und trotzdem weitermachen kannst. Das ist der Weg zu gewinnen.“

Sie können nicht vermeiden, dass Sie im Beruf mit Hindernissen und ungemütlichen Situation zurechtkommen müssen. Aber Sie können lernen, diese zu überwinden und als Gewinner daraus hervorzugehen.

 

Oberstes Bild: © Vasilev Evgenii – shutterstock.com

Über Ulrich Beck

hat Germanistik, Geschichte und Philosophie studiert und ist zusätzlich ausgebildeter Mediendesigner im Segment Druck. Er schreibt seit über 30 Jahren belletristische Texte und seit rund zwei Jahrzehnten für Auftraggeber aus den unterschiedlichsten Branchen.


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