Wie eine Firewall als Schutz vor Trojanern helfen kann

10.03.2015 |  Von  |  Allgemein
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Wie eine Firewall als Schutz vor Trojanern helfen kann
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Wenn man mit seinem Computer oder Smartphone im Internet unterwegs ist, ist das nicht ohne Risiko. Immer wieder kommt es vor, dass dabei wichtige Daten abgefangen werden, die Hacker zum Beispiel dazu nutzen, in private Bankkonten zu gelangen oder passwortgeschützte Anwendungen zu missbrauchen.

Unerwünschte Netzwerkzugriffe von Viren, Würmern oder Trojanern sind lästig und können bis zu einem Totalverlust der Daten führen. Durch eine Firewall kann das jedoch in den meisten Fällen verhindert werden.

Die Firewall ist ein Sicherungssystem, das in fast allen Rechnern installiert ist und den Aufenthalt im Internet absichern soll. Eine Firewall kann ein Antivirenprogramm nicht ersetzen, so wie ein Antivirenprogramm ohne Firewall auch nicht alle Angriffe von Hackern abwehren kann. Vielmehr müssen beide Programme in ein Gesamtpaket eingebunden werden, um den bestmöglichen Schutz vor Schadsoftware zu gewährleisten. Eine Firewall wird dann aktiv, wenn Daten mit ungewöhnlichen Adressen ausgetauscht werden sollen. Diese Transfers werden entweder automatisch unterbunden, oder es wird beim Nutzer nachgefragt, ob die Adresse vertrauenswürdig ist.

Allein eine Firewall kann einen potenziellen Angriff eines Trojaners nicht abwehren, da besonders Trojaner und Backdoor-Programme sich dadurch auszeichnen, dass die betroffenen Nutzer selbst die Programme, die diese Schadsoftware enthalten, auf ihre Computer oder Smartphones geladen haben, weil sie vielleicht ein vermeintlich amüsantes Spiel spielen oder einen Gutschein erhalten wollten. Aber auch dann kann die Firewall noch hilfreich sein. Wenn eine Datenübertragung vom Trojaner veranlasst wird, die für den Anwender schädlich wäre, könnte sie diesen Prozess stoppen. Zusätzlich dazu sollte das schädliche Programm dann auch gänzlich von dem Rechner oder Smartphone entfernt werden.

Die Funktion einer Firewall

Trojaner und Backdoor-Programme entfalten ihre schädigende Wirkung nicht direkt und sofort nach Eindringen in ein fremdes System – im Gegensatz zu Computerviren, die sich passiv weiterverbreiten und meist direkt den Schaden verursachen, wie zum Beispiel die Löschung von Daten oder das Verhindern des erneuten Startens des Rechners. Sinn dieser Software ist es, Daten zu stehlen, um sie dann zum Schaden des Bestohlenen gewinnbringend einzusetzen. Dazu werden über das Internet Daten ausgetauscht. Dieser Austausch wird vom Betriebssystem des Rechners dokumentiert und die unterschiedlichen Verbindungsarten, zum Beispiel über ein E-Mail-Programm, den Browser des Computers oder einen Spiele-Client, werden erfasst.


Die Funktion einer Firewall (Bild: © Oez - shutterstock.com)

Die Funktion einer Firewall (Bild: © Oez – shutterstock.com)


Die Firewall analysiert die aus dem Internet eingehenden Daten. Die Verbindungen werden nach ihrem Gefahrenpotenzial eingestuft, wobei der Nutzer bei als gefährlich erkannten Webseiten immer wieder gefragt wird, ob er diese zulassen möchte oder nicht. Ist die Webseite vertrauenswürdig, wird eine Verbindung zu ihr ermöglicht. Ist sie es nicht und der Nutzer schliesst einen Kontakt aus, wird die Firewall auch in der Zukunft keine Verbindung zwischen eigenem Rechner und der entsprechenden Webseite zulassen. Die Firewall lernt also dazu, sowohl im positiven Fall einer vertrauenswürdigen Webseite als auch dann, wenn die Kontaktanfrage als schädlich angesehen wurde.

Zusätzlicher Schutz ist notwendig

Die Firewall kann allerdings nicht jede Software ausfindig machen, die einen Trojaner enthält. Auch bei den Adressen sind die Hacker erfinderisch und den Entwicklern von Schutzprogrammen oft einen Schritt voraus. Der Anwender spielt dabei auch eine wesentliche Rolle: Stimmt er dem Download eines attraktiven Spiels oder einer praktischen App zu, obwohl das Schutzprogramm davor gewarnt hat, weil die Adresse als nicht vertrauenswürdig erkannt wurde, ist die Firewall machtlos.

Deshalb sollte man, egal ob auf dem Computer zu Hause oder am Arbeitsplatz immer vorsichtig sein, wenn man dazu aufgefordert wird, Software aus dem Internet herunterzuladen, insbesondere dann, wenn man sich nicht sicher ist, um welchen Anbieter es sich handelt. Auch von Anhängen in E-Mails, deren Absenderadresse unbekannt ist oder dubios erscheint, sollte man die Finger lassen. Hierunter verbergen sich oft Schadprogramme, die aber glücklicherweise erst durch den Download gefährlich werden können. Apps für Tablets, Smart- und iPhones sind auch eine beliebte Quelle für Trojaner, weil besonders die jungen Nutzer vielfach gedankenlos diese Zusatzprogramme herunterladen. Besser ist es, sich bei Freunden und Bekannten kundig zu machen, welche Erfahrungen sie gemacht haben, oder auf Bewertungsplattformen nachzuschauen, ob es Probleme mit diesen Programmen gibt. Am sichersten ist es natürlich, sich erst gar nicht von den Versprechungen fragwürdiger Anbieter locken zu lassen und auf das Download gänzlich zu verzichten.



Auch nachdem ein Trojaner auf dem Rechner installiert wurde, kann eine nachträglich installierte Firewall verhindern, dass er aktiv wird und seine schädliche Wirkung entfaltet. Besser ist es aber allemal, sich schon im Voraus gegen einen Hackerangriff umfassend zu schützen. Neben einer aktuellen Firewall kommt es vor allem auf ein professionelles Antivirenprogramm an, dass sowohl bereits beim Kauf des Rechners im mitgelieferten Softwarepaket vorhanden sein kann oder von einem externen Anbieter bezogen werden kann. Gerade wenn man den Computer oder das Smartphone beruflich nutzt, sollte man keine Kompromisse eingehen und ein Schutzprogramm wählen, das stets aktuell gehalten wird und effektiv die Angriffe von aussen erkennt und abwehren kann, bevor sie den Rechner und die enthaltenen Daten gefährden.

 

Oberstes Bild: © Yentafern – shutterstock.com


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