Der Schutz bei Geschäften im Internet

07.03.2015 |  Von  |  Allgemein, Web
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Der Schutz bei Geschäften im Internet
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Immer mehr Schweizer tätigen Geschäfte im Internet. Jedoch sollten Sie, wenn Sie im Internet bestellen, aus Gründen der Sicherheit unbedingt einige Regeln beachten; denn nur dann bleibt der Schutz gewahrt. Dies gilt für die Bezahlung, für die Passwortnutzung sowie zu allererst für die Entscheidung, welchen Händler Sie auswählen.

An allererster Stelle muss man nach dem passenden Internetanbieter Ausschau halten. Er sollte als zuverlässig gelten und es sollte ihm bescheinigt werden, dass er darauf bedacht ist, mit den Angaben des Kunden sowie deren Übermittlung gewissenhaft umzugehen. Kaum Bedenken sind vonnöten, wenn Sie sich einen Onlinehandel aussuchen, der nachweislich von vielen Menschen genutzt wird. Ist dies nicht der Fall, gestaltet sich die Situation dagegen schon etwas schwieriger.



Dann ist es empfehlenswert, den Onlineshop vor Abschluss eines Geschäfts auf dessen Seriosität hin zu untersuchen. Dies kann man tun, indem man in einen Erfahrungsaustausch mit Kunden dieses Anbieters tritt. Hierfür ist es notwendig, in den gängigen Suchmaschinen entsprechende Anfragen zu generieren. Auf diese Weise lässt sich in der Regel schnell herausfinden, ob dieser Händler jemals Aufträge unbefriedigend ausgeführt hat. Selbstverständlich kann man die Suchmaschinen auch nutzen, um bereits etablierte Onlinegeschäfte aufzuspüren.

Hat man einen seriösen Onlinehändler gefunden, ist es wichtig, die Geschäftsbedingungen, die der Verkäufer dem Vertrag zugrunde legt, zu sorgfältig zu lesen. In den Geschäftsbedingungen sind alle Informationen zu finden, die für das Rechtsgeschäft von substanzieller Bedeutung sind. Wichtig sind beispielsweise die Voraussetzungen für die Rückgabe der Ware, falls diese nicht der Darstellung im Internet entspricht oder falls Sie Ihnen ganz einfach nicht gefällt. Die beste Ausweiskarte, um ein weiteres Geschäft in demselben Onlineshop zu tätigen ist natürlich, wenn Sie schon einmal erfolgreich Bestellungen getätigt haben und die Ware zu Ihrer Zufriedenstellung ausgefallen ist.

Auf den Internetseiten der Onlinehändler findet man oft zertifizierte Bewertungen von Warentestern. Nicht alle Gütezeichen sagen jedoch das gleiche aus. Vielmehr sollte man ein besonderes Augenmerk auf die jeweiligen Begleitumstände dieser Tests lenken. Auch in diesem Fall findet man im Internet gezielt Ergebnisse über bekannte Internetsuchdienste.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Datentransfer. Die Angaben werden auf elektronischem Wege übertragen und sollten daher dringend eine Verschlüsselung aufweisen. Durch diese wird das unbefugte Verwenden persönlicher Angaben, die zumeist auch Informationen über Kontoverbindung, Kreditkarten und Kennwörter beinhalten, hochprozentig verhindert. Gerade die Kennwörter werden gerne von Hackern geknackt.



Kauft man in Internetgeschäften ein, läuft die Abwicklung vielfach über ein Kundenkonto, zu dem man ausschliesslich mit Username und Passwort Zugang erhält. Werden diese Zugangsdaten nicht verschlüsselt, stellt dies ein grosses Sicherheitsrisiko dar, weil die Angaben leichter ausgespäht werden können. Entsprechend gilt, dass Zugangsdaten nicht schriftlich festgehalten werden sollten, da jeder, der diese Notizen findet, sich uneingeschränkten Zugang zum Kundenkonto verschaffen kann und somit einem Einkauf auf fremde Rechnung Tür und Tor geöffnet ist.

Werden die Kundendaten nicht verschlüsselt, stellt dies ein grosses Sicherheitsrisiko dar. (Bild: Andrey_Popov / Shutterstock.com)

Werden die Kundendaten nicht verschlüsselt, stellt dies ein grosses Sicherheitsrisiko dar. (Bild: Andrey_Popov / Shutterstock.com)

Die Bestimmung des Kennworts ist eine wichtige Sache. Der eigene Geburtstag etwa ist äusserst ungeeignet. Am besten sind Zahlen- und Buchstabenkombinationen, die völlig willkürlich getroffen werden und keinen persönlichen Bezug erlauben. Auch der Begriff „Passwort“ wird von vielen Nutzern gern als Kennwort verwendet; schon wegen seines hohen Beliebtheitsgrades weist er somit eine enorme Sicherheitslücke auf.

Da die Kriminalität im Internet stetig zunimmt, sollte man, um sich vor dreisten Betrügern zu schützen, einige Massnahmen befolgen. So sollten Sie genau prüfen, ob Sie sich auch wirklich auf der von Ihnen gewünschten Internetseite befinden. Steuert man aus dem E-Mailaccount eine Seite an, läuft man Gefahr, auf eine gefälschte Seite gelenkt zu werden. Gibt man dann seine Zugangsdaten an, werden diese von den Internetseitenbetreibern ausspioniert und später gegen Ihren Willen verwendet. Man spricht in diesem Fall von Phishing. Daher sollten Sie vermeiden, sich automatisch weiterleiten zu lassen; sicherer ist es, die Seite des Onlinehändlers direkt anzusteuern.



Generell sollten Sie sich an die Regel halten, sparsam mit den Angaben zu Ihrer Person umgehen. Ratsam ist es, beim Abschluss eines Internetgeschäftes immer nur die Angaben zu machen, zu denen man verpflichtet ist, um das Geschäft abschliessen zu können. Ferner sollte man, wann immer dies möglich ist, darauf bestehen, dass nur der ausgewählte Geschäftspartner die Daten verwenden darf und diese auch nicht an Dritte weitergegeben werden. Der Handel mit Daten hat sich mittlerweile zu einem eigenständigen Wirtschaftszweig entwickelt, deshalb ist Vorsicht geboten.



Auch die Art, wie die Ware bezahlt wird, kann risikoreich sein. Bekommt man die Artikel auf Rechnung, hat der Kunde den grössten Vorteil, da er die Ware erst nach Erhalt und Prüfung auf Richtigkeit bezahlen muss. Für den Verkäufer stellt die Bezahlung im Voraus den grössten Nutzen dar, er muss die Ware erst versenden, sobald das Geld eingegangen ist und überdies keine Forderungsausfälle befürchten.

Durch die Risiken, die die herkömmlichen Zahlungsmöglichkeiten bergen, hat sich im Onlinehandel eine eigenständige Zahlungsmethode entwickelt. Die Begleichung der Rechnungen über PayPal findet immer mehr Zuspruch. Der Kunde muss sich einmalig anmelden und kann dann stets über sein PayPalkonto Geschäfte im Internet tätigen – vorausgesetzt, der Verkäufer bietet diese Zahlungsmöglichkeit an. Paypal als Zahlungsart minimiert das Risiko auf der Käufer- und auf der Verkäuferseite. PayPal prüft die Liquidität des Kunden und gibt diese Information an den Händler weiter, ferner hilf der Zahlungsdienst bei der Einigung in Streitfällen.

Neben den bereits geschilderten Risiken bei Onlinegeschäften existiert noch ein weiteres Problem. Die Rede ist von gefälschter Ware. Ob dieser Tatbestand vorliegt, lässt sich im Vorhinein nicht prüfen. Dieses Risiko ist nur dadurch zu minimieren, dass man vertrauenswürdige Händler auswählt; aufgrund der schwierigen Rechtslage ist ausserdem bei ausländischen Anbietern besondere Vorsicht geboten. Die häufigsten Betrugsfälle in diesem Bereich findet man im Onlinearzneimittel- und Fahrzeugzubehörhandel. Die Modebranche ist dagegen kaum betroffen. Bei Auktionsunternehmen ist man bei der Prüfung der Vertrauenswürdigkeit per se auf die Meinung anderer Kunden angewiesen.

Blickt man noch einmal gesamthaft auf die bei einem Onlinekauf zu beachtenden Kriterien wie sorgfältiger Umgang mit persönlichen Daten, Wahl einer sicheren Zahlungsart, Verschlüsselung der zu übertragenden Daten, Zusammenarbeit nur mit vertrauenswürdigen Partnern, so sind Geschäfte, die über das Internet getätigt werden, für den Verbraucher eine unkomplizierte und wenig zeitaufwendige Alternative zum herkömmlichen Einzelhandel.



 

Oberstes Bild: Immer mehr Schweizer tätigen Geschäfte im Internet. (© gpointstudio / Shutterstock.com)

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