Von der klassischen Spielkonsole bis zur modernen Entertainmentstation

12.02.2015 |  Von  |  Neue Medien
Keine Beiträge mehr verpassen? Hier zum Newsletter anmelden!
Von der klassischen Spielkonsole bis zur modernen Entertainmentstation
Jetzt bewerten!

Seit es sie gibt, gehören sie zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen. Nur wenige erinnern sich noch daran, dass die ersten Geräte zu Beginn der 70er-Jahre über den Fernseher bedient wurden.

Geblieben sind die unterschiedlichen Vorlieben beim Spielen. Action und Adventures, Rollenspiele, Simulationen oder Jump & Run werden von Tierpflege, Sport und vielen anderen Spielvarianten ergänzt. Auch die klassischen Spiele kommen heute in 3D mit ausgeklügeltem Sound und toller Grafik daher, die Performance ist mit den Anfangsjahren nicht mehr zu vergleichen.

In unserem Beitrag blicken wir auf die Anfänge der Geschichte der Spielkonsolen und ihre Entwickler zurück. Die Spielecomputer sind in vielen Haushalten zu finden. Es lohnt sich, hier einmal ihre Faszination zu ergründen, ihre Vielgestaltigkeit und im wahrsten Sinn des Wortes bewegte Geschichte von den einfachen Spielkonsolen bis zu den modernen Entertainmentstationen zu rekonstruieren.

Spielspass in Pixeln

Zu Beginn der 80er-Jahre befanden sich die Entwickler für Videospiele in Schwierigkeiten. Auf der Suche nach einem für jeden Haushalt erschwinglichen, familiären Spielsystem, produzierte der japanische Hersteller Nintendo eine neue Spieleplattform, die unter dem Namen Nintendo Entertainment System (NES) auf den Markt gebracht wurde und mit einem Modulsystem erweiterbar war. Die stationäre Videospielkonsole erreichte bereits zu Verkaufsbeginn einen Absatz von 50 000 Stück. Dieser Erfolg setzte sich fort und das Gerät wurde weltweit 61,79 Millionen Mal verkauft. Die bis heute erfolgreichsten Spieleserien sind Super Mario Bros. und The Legend of Zelda.

Vorbild für die Konsole von Nintendo war zu dieser Zeit die amerikanische Spielkonsole von Atari. Der Atari 2600 unterhielt die Spieler mit einer einfachen Grafik. Noch immer gelten die Spiele Pac-Man, Space Invaders und Donkey Kong als Klassiker, vermarktet wurde die Konsole über 30 Millionen Mal. Erst mit Erscheinen des Nintendo verlor der Atari 2600 seine Marktführerschaft. Mit bis dahin unerreichter Grafik und lustigen Spielen mit grossem Spassfaktor konnte er nicht mehr mithalten.

Ära mit 16 Bit

Erst mit dem Sega Mega Drive erschien Anfang der 90er-Jahre wieder ein Konkurrenzprodukt auf dem Markt, das für zur Nintendo ernsthaften Herausforderung wurde. Sonic The Hedgehog trat mit besserer Grafik und einem neuen Spieldesign auf. Die Verkaufszahlen der Heimkonsole waren riesig. Als 16-Bit-Konsole war sie technisch überlegen.


Super Nintendo Entertainment System, kurz SNES (Bild: © Céréales Killer - CC BY-SA 3.0)

Super Nintendo Entertainment System, kurz SNES (Bild: © Céréales KillerCC BY-SA 3.0)


Der Konter von Nintendo war das Super Nintendo Entertainment System (Super-NES oder auch S-NES). Die verbesserte Grafik konnte mithalten und die Schultertasten am Controller waren die innovative Neuerung, die heute zum Standard von Spielkonsolen gehört. Die Anzahl der Spiele, die inzwischen bei 1350 ankam überzeugte die Kunden, und die Konsole ging über 50 Millionen Mal über den Ladentisch.

Ein neues Konsolenzeitalter

Nachdem Vertragsverhandlungen zwischen Nintendo und Sony gescheitert waren, nutzte Sony die Gelegenheit, eine eigene Konsole zu entwickeln. Für die Playstation nutzten sie Erfahrungen, die sie mit Nintendo gemacht hatten und boten die Spiele ausschliesslich auf CD-ROM an. Dies bot ihnen den Vorteil, noch grössere Datenmengen verarbeiten zu können, als dies bei den Cartridge-Spielen möglich war. Eine weitere Besonderheit war, dass nun auch Audio- und Videoinhalte in den Spielen angeboten werden konnten, was ein grosser Vorteil war und die Käufer begeisterte.

Der umkämpfte Markt für Videospiele verschärfte das Tempo, mit dem die Spielkonsolen weiterentwickelt wurden. Schon kam Nintendo mit der ersten Konsole mit 64 Bit auf den Markt. Erstmals konnten 3D-Inhalte ohne störendes Ruckeln gespielt werden. Angeboten wurde auch eine Erweiterungsmöglichkeit auf ein Disc-Drive-System (DD-System). Auch hier wurde Nintendo wieder zum Vorreiter und schuf mit dem Analogstick einen Standard, mit dem Konsolen mit dem DD-System aufgestockt werden und damit auf CD-Inhalte zugreifen konnten. Die anderen Konsolenhersteller zogen nach, die Spieler gewöhnten sich schnell an 3D-Bewegungen, die nun einfacher ausführbar waren und fliessender erfolgen konnten.

Rascher Generationswechsel

Die neuen Geräte, die nun alle auf der CD- oder DVD-Technik basieren, warten mittlerweile mit einer hochwertigen Grafik und Prozessorleistung auf. Bei den grossen Konsolenentwicklern mischt nun auch Microsoft, das lange Zeit hinter die Marktführer zurückgefallen war, mit seiner Xbox wieder mit. Die direkten Konkurrenten Playstation 2, Dreamcast von Sega, Xbox und der GameCube von Nintendo beeindruckten mit fotorealistischen Spielen und einer erstklassischen 3D-Grafik. Sony überraschte mit einem völlig neuen Spielmodus der neue Zielgruppen ansprach. Es erschloss den Markt für Sportspiele, die vor dem Fernsehgerät ausgeführt werden und über ein spezielles Kamerasystem eine Rückkopplung ermöglichten, die dem Spieler ein Feedback für seine Aktivitäten gab. Das waren zugleich sportliches Training und gemeinsames Spielen vor dem Fernseher im Kreise von Freunden oder der Familie.

Wirkliche Innovationen brachte die neue, siebente, Generation von Konsolen – Xbox 360, Playstation 3 und die Wii von Nintendo – nicht, wartete aber mit einem Zuwachs der Leistungsfähigkeit auf. Neu waren aber die Bewegungssensorsteuerung der Wii und das Blu-Ray-Laufwerk der Playstation 3.



Aktuelle Konsolen der achten Generation, die heute eher mit Entertainmentstationen zu vergleichen sind, werben insbesondere mit erweiterter Ausstattung und neuem Zubehör.

 

Oberstes Bild: © Twin Design – shutterstock.com


Ihr Kommentar zu:

Von der klassischen Spielkonsole bis zur modernen Entertainmentstation

Für die Kommentare gilt die Netiquette! Erwünscht sind weder diskriminierende bzw. beleidigende Kommentare noch solche, die zur Platzierung von Werbelinks dienen. Die Agentur belmedia GmbH behält sich vor, Kommentare ggf. nicht zu veröffentlichen.