Webinare halten – es ist nicht so schwierig, wie es scheint

03.12.2014 |  Von  |  Organisation, Web
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Webinare halten – es ist nicht so schwierig, wie es scheint
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Webinare sind Live-Seminare, die über das Internet ausgestrahlt werden. Sie verbreiten sich rasant, denn auch für technisch weniger Versierte ist ihre Umsetzung kein Problem, und sie bieten eine Vielzahl von Vorteilen. Ob Mitarbeiter- oder Kundenschulungen – ein Webinar kann in jedem Raum oder im Büro organisiert und durchgeführt werden. Wer ein Webinar professionell erstellen und halten möchte, muss sich allerdings mit einigen wesentlichen Punkten befassen. Welche das sind, erfahren Sie hier.

Bevor Sie ein Webinar halten können, sollten Sie sich mit einigen grundlegenden Fragestellungen auseinandersetzen. Zunächst brauchen Sie ein Drehbuch, nach dessen Inhalten Sie das Webinar inhaltlich und formal gestalten. Um ein Webinar zu erstellen, benötigen Sie eine auf Ihre Zwecke ausgerichtete Software. Die Präsentation Ihres Vortrages sollte webinargerecht aufgebaut sein, wobei Sie auch Interaktionen mit den Teilnehmern einplanen können, beispielsweise Kommentierungen. Der Ablauf eines Webinars folgt bestimmten Regeln und wird flankiert von organisatorischen Massnahmen, die vom Einladungsmanagement über die eigentliche Durchführung bis zur Nachbereitung reichen.



Von der Idee zum Webinar

Ein Webinar kann ganz unterschiedlichen Zwecken dienen, und so beginnt die eigentliche Vorbereitung damit, dass Sie die Ziele Ihres Webinars klären und feststecken.

1. Abgrenzung zu Wettbewerbern

Die Zahl der Anbieter von Webinaren ist sprunghaft angestiegen. Das liegt auch daran, dass sich Webinare hervorragend als Werbemittel eignen, um die eigentliche Dienstleistung bekannt zu machen, und regelmässig kostenfrei angeboten werden. Dennoch sind viele User wählerisch geworden, denn auch der Besuch eines Webinars kostet Zeit. Auch um Besucher für das Webinar zu gewinnen und um sich von anderen Wettbewerbern abzugrenzen, müssen die Inhalte Ihres Webinars wertvoll sein.



2. Auf die Inhalte kommt es an



Legen Sie eine Ideensammlung für Ihr Webinar an, beispielsweise mithilfe von Kreativitätstechniken wie Mind Mapping und leiten Sie daraus eine Kernaussage und hieraus den Nutzen für die User ab. Um die Kernaussage und den Kernnutzen gruppieren Sie hilfreiche Tipps, Ihr Fachwissen sowie Erfahrungsberichte, die die ansonsten sachliche Materie auflockern. Es sind die Wissenshappen, die Storys und Tipps, die bei den Teilnehmern Ihres Webinars einen Aha-Effekt auslösen. Es ist normal, dass Ihre Sammlung den zeitlichen Rahmen des Webinars sprengen würde. Deshalb sollten Sie Unwesentliches streichen oder die gesammelten Inhalte auf mehrere Webinare verteilen.

3. Formulieren Sie eine werbliche Überschrift

Es ist nicht einfach, für ein Webinar einen Titel zu finden, der die Inhalte grob umreisst und gleichzeitig werblich ist. Da lohnt ein Perspektivenwechsel auf die Seite Ihrer Teilnehmer. Stellen Sie sich vor, welche Probleme die Teilnehmer in Bezug auf das von Ihnen angebotene Thema und welche Bedürfnisse sie in Hinblick auf Lösungen haben. Formulieren Sie den Titel Ihres Webinars aus dem Blickwinkel der Teilnehmer. Doch damit sind die Anforderungen an eine Überschrift noch nicht abschliessend erfüllt. Gleichzeitig sollte die Überschrift Neugierde wecken. Denn Neugierde ist ein Motiv, das die meisten Menschen zum Handeln treibt und dazu, sich zu Ihrem Webinar anzumelden.

4. Punkten Sie mit einer gelungenen Präsentation

Längst gibt es eine Vielzahl guter Bücher und Anleitungen im Internet, die anschaulich zeigen, wie Präsentationen spannend vorgetragen werden können. Tatsächlich lässt sich auch aus PowerPoint sehr viel mehr herausholen als mit Text gefüllte sowie visuell und farblich langweilige Folien. Da es technisch schwierig sein kann, in Webinaren animierte PPT-Präsentationen zu verwenden, können Sie stattdessen auch eine Vielzahl von Folien einsetzen, wodurch Ihr Vortrag an Dynamik gewinnt. Ein guter Richtwert ist, nicht länger als zwischen einer und zwei Minuten über den Inhalt einer Folie zu sprechen.

Planen Sie auch Interaktionen mit den Teilnehmern ein, beispielsweise Kommentierungen. Auf diese Weise erhalten Sie bereits während des Webinars Rückmeldungen, die Sie ebenfalls motivieren, denn Monologe sind auch für Sie als Moderator anstrengend.

5. Die Wahl der Webinar-Software

Um ein Webinar abzuhalten, benötigen Sie eine entsprechende Webinar-Software. Mittlerweile gibt es ausgereifte und umfassende Software-Lösungen, die mit komfortablen Funktionalitäten ausgestattet sind. Charakteristische Merkmale sind je nach Ausstattung das Teilen von Bildschirminhalten, Fragestellungen per Live-Chat, das Herunterladen von Inhalten sowie das Aufnehmen des Webinars. Hier eine Auswahl gängiger Produkte: GoToMeeting, Mikogo, WebEX, GoMeetNow, ClickMeeting, Edudip, GO Conference, TeamViewer, Saba Meeting, Skype Premium und Adobe Connect. Prüfen Sie, welche Webinar-Software die richtige ist, und informieren Sie sich im Internet oder in entsprechenden Fachmedien über die Funktionalitäten. Doch auch hier gilt: Weniger ist mehr. Eine umfangreiche Ansammlung von Funktionen kann sich negativ auf die Bedienbarkeit und Ihre Konzentrationsfähigkeit auswirken.



6. Vorbereitung des technischen Equipments

Entscheiden Sie sich für ein Live-Kamerabild und verstecken Sie sich bei Ihrem Webinar nicht hinter einem Standbild. Ihr persönliches Auftreten im Webinar ist eine vertrauensbildende Massnahme, in der grosses Potenzial für die Aktivierung der Teilnehmer steckt. Die Kamera können Sie beispielsweise während der Präsentation ausschalten und immer dann einschalten, wenn Ihr persönliches Auftreten im Rahmen des Webinars es erfordert. Ihr technisches Equipment sollte aus einem Headset bestehen und aus einer Webcam. Es ist darüber hinaus sinnvoll, den „Drehort“ mit mindestens einer Studioleuchte auszuleuchten.

Vor dem ersten Webinar sollten Sie mindestens einen Trainingslauf absolvieren. Üben Sie so lange, bis Sie ein gewisses Mass an Sicherheit verspüren. Ist Ihre Nervosität gross, bitten Sie eine Ihnen wohlgesonnene Person, am Webinar teilzunehmen, sozusagen in einer Ankerfunktion. Stellen Sie für den Ablauf des Webinars mögliche Störquellen ab und achten Sie auf ein angenehmes Raumklima, damit Sie sich wohlfühlen. Denken Sie daran, ein Getränk in greifbare Nähe zu stellen, um zwischendurch die Stimmbänder zu „ölen“.



 

Oberstes Bild: © Trueffelpix – Shutterstock.com


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