Unternehmenswerte erfolgreich visualisieren

26.11.2014 |  Von  |  Organisation
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Geht es um Unternehmensentwicklungen, die einer breiten Öffentlichkeit präsentiert und begreiflich gemacht werden sollen, stehen hierfür nicht immer auch haptisch greifbare Objekte zur Verfügung.

Dies kann auftreten, wenn Sie die sozialen und umweltbedingten Herausforderungen plastisch kommunizieren möchten, denen sich Ihr Unternehmen stellt. Oder es betrifft die eigene Marke und die Philosophie der Firma, welche dauerhaft und selbsterklärend präsentiert werden soll. Dann bieten immaterielle Ausstellungen einen vielseitigen und geeigneten Präsentationsrahmen, der ausserdem Ihre Unternehmensräumlichkeiten entscheidend aufwerten kann.



Damit Sie diese Form der Unternehmenskommunikation in eigenen Interesse voll ausschöpfen können, stellen wir im Folgenden fünf Konzepte vor, mit denen Sie nicht materielle Präsentationen zu spannenden Events machen können. Das gelingt Ihnen dann am besten, wenn Sie interaktive Elemente ins Konzept einbinden. Wir zeigen Ihnen, wie aus Ihrer immateriellen Ausstellung ein lebendiger Dialog zu den von Ihnen vorgestellten Themen wird.

1. Aufbrechen gewohnter Perspektiven

Wenn Ihr Unternehmen sich aufmacht, ungewöhnliche Wege zu gehen, Innovationen zu präsentieren, sich für laterales Denken und alternative Ansätze öffnet – oder wenn Sie auf Situationen und Zustände aufmerksam machen wollen, die einer antizyklischen, unkonventionellen, risikobereiten Herangehensweise bedürfen, dann spiegeln sich das auch in den Perspektiven wider, die Sie jedem Ihrer Ausstellungsbesucher anbieten. Die Illustrationen, Texttafeln und Objekte müssen nicht immer an den Wänden angebracht oder auf gleicher Lesehöhe in Vitrinen gezeigt werden. Verteilen Sie doch mehrere Podeste unterschiedlicher Masse im Raum, um Exponate auszustellen.

Laden Sie mit klappbaren Stühle oder Sitzhockern zum längeren Verweilen ein – das intensiviert die Betrachtung und kommuniziert die Wertigkeit und Komplexität der Exponate. Lassen Sie Texte über ganze Wände laufen und experimentieren Sie dabei mit verschiedenen Schriften und Farben. Wieder abziehbare, selbstklebende Buchstaben lassen sich einfach und preisgünstig herstellen. Oder drehen Sie die Texte ruhig auch mal um 90 Grad, damit man den Kopf bewegen muss, um sie zu lesen. Der klein gedruckte Vermerk, dass Ihre Mitarbeiter jeden Tag alle Ideen so lange drehen und wenden, bis die beste Lösung gefunden ist, wird viele zum Schmunzeln bringen. Mit anderen Worten: Werden Sie kreativ, aber bleiben Sie stets intuitiv verständlich.





Unternehmens-Ausstellungen hinterlassen einen bleibenden Eindruck bei Besuchern. (Bild: YanLev / Shutterstock.com)

Unternehmens-Ausstellungen hinterlassen einen bleibenden Eindruck bei Besuchern. (Bild: YanLev / Shutterstock.com)

2. Stellen Sie den Besucher ins Zentrum, nicht sich

Natürlich ist es essenziell, dass Ihre gewünschte Botschaft vermittelt wird. Deshalb versuchen Sie vorab so viel wie möglich über das Besucherverhalten Ihrer Zielgruppe herauszufinden, bevor Sie das didaktische Konzept erstellen. Ihr Augenmerk liegt dabei sowohl auf „vermitteln“ als auch auf „Botschaft“. Befinden Sie sich im öffentlichen Raum, sodass auch Kinder bzw. Schulklassen als Besucher infrage kommen? Dann können Sie einen freiberuflichen Kunstpädagogen engagieren, der Ihre Ausstellung speziell für Kinder und Jugendliche aufbereitet, oder befragen Sie die Kinder Ihrer Mitarbeiter, was diese interessant finden würden.

Lassen Sie kulturelle Besonderheiten nicht unberücksichtigt, vor allem wenn Sie die Präsentation etwa für den Besuch eines ausländischen Partners aus einem ganz anderen Kulturkreis als dem Ihren konzipieren. Beachten Sie: Amerikanische Gäste, die an eine partizipative Museumsdidaktik gewöhnt sind, zeigen beispielsweise sehr viel mehr Initiative zur Interaktion als deutsche Besucher.

3. Nutzen Sie den Spieltrieb der Menschen



Denn dieser Spieltrieb ist ungebrochen, egal, ob es sich um eine pädagogische Ausstellung für Kinder oder eine Illustration Ihrer Unternehmenswerte für künftige Investoren und neue Geschäftspartner handelt. Im ersteren Fall bieten sich natürlich solche Spiele an, die die körperliche Bewegung fordern. So können Sie etwa verdeutlichen, welche Gewichte und Entfernungen Ihr Maschinenpark täglich meistert.

Im zweiten Fall geht es eher um kognitive Aufgaben, die sich exzellent an extra dafür programmierten digitalen Szenarien durchspielen lassen. Nutzen Sie kooperative und kompetitive Spielkontexte und regen Sie zur anschliessenden Diskussion an. Das gelingt am besten, wenn unmittelbar ein geeigneter Raum für diese zur Verfügung steht.



4. Der Besucher als Ausstellungsgestalter

Jeder Mensch möchte mitsamt seinen Meinungen und Erfahrungen ernst genommen werden und diese möglichst mit anderen teilen. Schaffen Sie Gelegenheit für alle Besucher, selbst zu Ausstellungsgestaltern zu werden. Das gelingt mit Live-Abstimmungen, einsehbaren Erfahrungsberichte oder Kommentarfunktionen, durch regelmässig stattfindende Diskussionen mit interessanten Gastreferenten, die beispielsweise als Rahmenprogramm organisiert sind, mittels Frage-Abgabe-Möglichkeiten mit optionaler Namensnennung und anschliessender Projektion der Frage als Gedankenanstoss. Auf diese Weise werden Sie Ihre Gäste auch zum mehrmaligen Besuch der Ausstellung motivieren.

5. Begegnungen und Erfahrungen ersetzen Exponate

Wenn es um Vermittlung von Werten, die Unternehmensphilosophie, gesellschaftliches Engagement und Innovationsbereitschaft geht, können Menschen diese Inhalte oftmals weitaus besser vermitteln als Objekte. Auch durch Weitergabe von Erfahrungen und Informationen kann eine Ausstellung funktionieren. Lassen Sie Filme mit interessanten Interviews laufen, laden Sie kompetente und charismatische Referenten ein, die durch die Ausstellung führen, oder stehen Sie selbst zu festgelegten Zeiten Rede und Antwort.

Ermöglichen Sie dem Besucher, sich durch empathische Erfahrung einem Thema zu nähern. Als Beispiel sei genannt – wenn Sie etwa die Entwicklung barrierefreier Umgebungen mittels neuer Technologie demonstrieren, indem Sie den Gästen Rollstühle zur Verfügung stellen, mit denen die Ausstellung befahren werden kann. Diese unmittelbare persönliche Übung wirkt viel länger nach als es eine theoretisch-analytische Auseinandersetzung vermag.




 

Oberstes Bild: © hxdbzxy – Shutterstock.com

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