TwingTec produziert Strom mit Drachen – sieht so die Zukunft für Ökostrom aus?

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Die Möglichkeit, auf alternative Weise Strom zu erzeugen, wird immer wichtiger. Die Firma TwingTec hat nun eine innovative Methode entwickelt und produziert Energie mit Lenkdrachen. Vor allem die Tatsache, dass dies weitaus günstiger ist als durch Windkraftwerke mag erstaunen.

Spezielle Form der Windenergienutzung



Bei der Präsentation fallen Begriffe wie Leichtbautragstruktur und Tensairity Technologie, die vermutlich weniger bekannt sind. Im Prinzip geht es darum, dass diese Technologie vor allem dazu genutzt wird, leichte Dächer und Brücken zu bauen. Warum also diese Methode nicht auch dazu nutzen, Flugobjekte zu entwerfen? Das Material ist das Gleiche wie bei traditionellen Modellen zum Drachenfliegen, nur ist es stabiler.

Basis für die Entwicklung der Drachen für Windenergie ist eine Studie aus dem Jahr 1980, in der ein US-Amerikaner detailliert beschreibt, wie Kite Power funktionieren könnte und tatsächlich mittels Drachen Strom produziert werden kann. Als der Bau von Drachen durch das Team der TwingTec funktionierte, ging es darum, den nächsten Schritt in der Entwicklung zu gehen.

Fernsehauftritt brachte Durchbruch

Corey Houle beteiligte sich nach einem Fernsehauftritt des Fluggerätes an der Weiterentwicklung. Er hatte sich bereits selbst in der Entwicklung von Kite Power versucht und übernahm nun den Bau einer Bodenstation. Im Sommer 2013 wurde TwingTec selbst gegründet, vorher erfolgte das Projektmanagement durch Unterstützung von Alstom, der FHNW und der EMPA sowie der ETH.

Der jetzt vorgestellte Flügel erinnert nur mehr wenig an einen Drachen, überzeugt aber durch seine Effizienz. Diese zeigt sich dadurch, dass er quer zur Strömung um ein Vielfaches schneller in der Luft unterwegs ist als der Wind selbst. Die Kräfte, die dabei auf den Flügel wirken, werden durch eine Schnur und eine passende Spule auf den Boden übertragen. Ein Generator sorgt dafür, dass die Luft anschliessend in Strom verwandelt wird.

Im kommenden Jahr soll es die erste Pilotanlage geben, die den gesamten Strombedarf von 45 Haushalten abdecken kann. Sollte alles weiter auf Schiene bleiben, könnte 2016 das erste Kraftwerk aus dem Hause TwingTec auf den Markt kommen.




 

Oberstes Bild: © gst – Shutterstock.com


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