Jeder tickt anders – wie Sie im Büro erfolgreich kommunizieren

07.08.2014 |  Von  |  Kommunikation
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Jeder tickt anders – wie Sie im Büro erfolgreich kommunizieren
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Wenn Sie es in Ihrem Job mit vielen Kollegen im Büro zu tun haben, haben Sie sicher schon festgestellt, welch unterschiedliche Charaktere hier oft zusammen kommen. Immer wieder gibt es dabei Mitarbeiter, die mehr oder weniger auffallen und quasi eine Einladung zu experimentellen Sozialstudien liefern. Damit Sie mit allen ein gutes Auslangen finden, sollten Sie folgende Typen unterscheiden und richtig einschätzen, auch wenn so manche Typisierung nicht ganz ernst gemeint ist.

Die Quasselstrippe



Ihre Bürokollegin redet ohne Punkt und Komma und teilt Ihnen gleich frühmorgens alles mit, noch bevor Sie Ihre PC-Arbeit aufgenommen haben? Dann haben Sie es vermutlich mit einer Quasselstrippe zu tun, die durchaus ihre Vorteile hat. Denn so erfahren Sie ohne Umschweife alles Wichtige und manchmal auch Unwichtige, wer was wann gesagt hat oder wie was vor sich gegangen ist. Sollten Sie gar von Ferien an Ihren Arbeitsplatz zurückkehren, erfahren Sie innerhalb kürzester Zeit, was während Ihrer Abwesenheit alles geschehen ist.

Der prägende Satz einer Quasselstrippe ist sicherlich „weisst du schon, dass…?“, wobei Sie zwar die Vorteile dieser Form der Kommunikation in Anspruch nehmen können, es aber tunlichst vermeiden sollten, Privates über sich selbst zu erzählen. Abgesehen natürlich von Informationen, die Sie ohnehin bekannt machen wollen.

Der Verwalter



Wenn Sie Kollegen haben, die als Verwalter bezeichnet werden können, handelt es sich dabei wahrscheinlich um jemanden, der ein 40-jähriges Jubiläum in der Firma feiert und zum festen Stammpersonal im Unternehmen zählt. Er ist stets korrekt und sachlich und war auch noch nie krank oder aus einem sonstigen Grund abwesend. Vielleicht gerade aus diesem Grund ist er zwar zuverlässig, aber keineswegs innovativ. Am besten bleibt seiner Meinung nach alles so wie es gerade ist, wobei er sich anbahnende Veränderungen sogar gern bekämpft. Demzufolge ist sein Lieblingssatz auch: „Das war schon immer so“.

Haben Sie so einen Kollegen in Ihrem Team, können Sie von seiner Erfahrung und meist auch Detailverliebtheit absolut profitieren. (Bild: baranq / Shutterstock.com)

Haben Sie so einen Kollegen in Ihrem Team, können Sie von seiner Erfahrung und meist auch Detailverliebtheit absolut profitieren. (Bild: baranq / Shutterstock.com)




Haben Sie so einen Kollegen in Ihrem Team, können Sie von seiner Erfahrung und meist auch Detailverliebtheit absolut profitieren. Allerdings sollten Sie es tunlichst vermeiden, mit ihm über Neuerungen oder Innovationen am Arbeitsplatz zu sprechen. Denn es wird nicht lange dauern, und Sie sehen sich vermutlich mit allerlei Argumenten konfrontiert, warum Neues nicht umsetzbar ist.

Der Dynamiker

Als Dynamiker findet man meist frischgebackene Uniabsolventen oder Jungmanager, die mit sehr viel Energie beweisen möchten, dass sie zu Höherem berufen sind. Sie geben immer wieder neue Ziele und Veränderungen bekannt, die meist bei den übrigen Kollegen oder Mitarbeitern weniger gut ankommen. Denn vor lauter neuen Erfordernissen und sich verändernden Anweisungen treten bei diesen schnell Ermüdungserscheinungen auf, womit im schlimmsten Fall bald nur mehr Dienst nach Vorschrift getan wird.

Doch Dynamiker haben auch Vorteile, denn sie sorgen für frischen Wind in den Abteilungen und Sie können zahlreiche Impulse und Denkanstösse für die eigenen Aufgaben erhalten. Doch die Machbarkeit sollte natürlich immer überprüft werden, und zwar am besten mit klar belegbaren Zahlen, bevor Sie eventuell mit der neuen Idee zum Chef stürmen und sich eine Abfuhr einhandeln.

Der Unsichtbare



Last but not least gibt es in vielen Abteilungen und in zahlreichen Firmen auch die Unsichtbaren, die immer pünktlich für alle Aufgaben zur Verfügung stehen. Vor allem dann sind sie gefragt, wenn es sich um Erledigungen dreht, die sonst keiner machen möchte. Kollegen schätzen diese Mitarbeiter, da sie sich durch Zuverlässigkeit und kaum vorhandene Widerstandskraft auszeichnen. Sie werden von den Unsichtbaren weder das neueste Gerücht aus der Abteilung hören, noch ein lautes Wort. Eigentlich fallen solche Kollegen nicht wirklich auf.

Klar ist, dass sie aber sehr zuverlässig arbeiten und hier auch ihre Berechtigung haben. Ihr Lieblingssatz lautet: Bis wann brauchst du das? – womit Sie zwar lästige Pflichten loswerden, aber meist auch mit einem schlechten Gewissen behaftet sind, eventuell die Kollegen ausgenutzt zu haben.

Mit wem aus den genannten Beschreibungen Sie es in Ihrem Umfeld am Arbeitsplatz zu tun haben, können Sie einfach mit einem Blick auf die Körpersprache oder aber die Gestik Ihres Gegenübers feststellen. Auch die Gestaltung des Schreibtisches gibt Aufschluss, mit wem Sie es genau zu tun haben. Vielleicht macht es aber auch Sinn, sein eigenes Verhalten im Zuge des Lesens dieses Artikels genauer in Augenschein zu nehmen. Mit einer Prise Selbsterkenntnis und Humor fällt die eigene Einschätzung vermutlich leichter und man tritt auch seinen Kollegen verständnisvoller entgegen. Schliesslich trägt eine gute Zusammenarbeit im Team oder der Abteilung dazu bei, dass Sie motiviert und engagiert Ihre tägliche Arbeit erledigen.



 

Oberstes Bild: © Monkey Business Images – Shutterstock.com


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