Online-Shopping-Trends für 2014 und darüber hinaus

23.07.2014 |  Von  |  News
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Online-Shops befinden sich ebenfalls im Wandel, denn 2014 sieht ein solches virtuelles Geschäft ganz anders aus als noch zehn Jahre zuvor. Dabei sind gleich mehrere Trends erkennbar, die wir Ihnen in diesem Artikel näherbringen.

Auffällig daran ist, dass die traditionellen Stärken der echten Geschäfte nun auch im Online-Handel Einzug halten – und umgekehrt. Diese Entwicklung dürfte dazu führen, dass es (bis auf den Standort) in absehbarer Zeit kaum noch einen Unterschied zwischen den traditionellen Läden und Online-Shops gibt. Was sonst noch wichtig wird, zeigen wir Ihnen in einer übersichtlichen Darstellung in Tabellenform.



Service wird wichtiger

Eine bekannte Schwachstelle von Online-Shops ist die Tatsache, dass die Beratung meist kompliziert ausfällt. Im echten Geschäft können Sie einen Angestellten fragen und dieser berät Sie – hoffentlich – kompetent und hilft Ihnen bei der Kaufentscheidung. Im Online-Shop geht es nur umständlich über Chat-Funktionen oder mit langen Wartezeiten verbunden in Form eines E-Mail-Austauschs. Allerdings feiert die Beratung jetzt ein kleines Comeback: Diverse Plattformen haben es sich zum Ziel gemacht, Kommentare für Produkte oder besonders verlockende Preis-Leistungs-Kracher zu ihren Produkten hinzuzufügen. Dies ersetzt die klassische Beratung durch eine Art Schwarmintelligenz, denn wenn 95 von 100 Käufern ein Produkt empfehlen, kann es nur selten schlecht sein. Letztendlich profitieren davon auch die Unternehmen, welche sich auf diese Weise ein besseres Bild von den Wünschen ihrer Kunden machen können.

Tauschbörsen als Shop-Variante

Auch dieses Prinzip könnte Online-Shops in Bedrängnis bringen: In bestimmten Online-Communitys können sich Nutzer anmelden und in einer Art Bibliothek verwalten, welche CDs, DVDs, Blu-rays, Bücher und dergleichen mehr sie besitzen. Diese Sammlung ist für alle anderen Nutzer dann einsehbar. Wenn Interesse an einem Artikel besteht, können sich die Anwender der Tauschbörse untereinander austauschen und so zu einem fairen Deal kommen. Gleichzeitig sammelt man für getauschte Produkte Punkte, welche auf der Plattform wieder gegen Artikel eingetauscht werden können. Auch in Sachen Nachhaltigkeit ist dieser Trend dem klassischen Online-Shop voraus, denn veraltete Artikel werden niemals weggeworfen, sondern nur getauscht und dann von einem anderen Mitglied weiterverwendet.



Online-Shops im Web 2.0



Auch wenn der Web-2.0-Begriff inzwischen ein wenig veraltet wirkt, hat er noch immer eine Bedeutung. Vorbildlich zu nennen sind hier Unternehmen, welche es den Nutzern erlauben, selbstständig Artikel zu entwerfen und zum Verkauf anzubieten. Besonders wirkungsvoll ist dies natürlich in Bereichen wie der Modewelt, wo Nutzer beispielsweise eigene T-Shirts designen können. Ähnlich wie bei Web-2.0-Plattformen wie YouTube sparen sich die Unternehmen hier sehr häufig die eigene Anreicherung des Shops mit Content, denn die Produkte der Anwender selbst sind immer eines der Highlights und werden dementsprechend häufig verkauft.

Social Shopping. (Bild: Igor Shikov / Shutterstock.com)

Social Shopping. (Bild: Igor Shikov / Shutterstock.com)

Social Shopping für eine grössere Reichweite

Nach wie vor nicht unterschätzen dürfen Sie ausserdem die Möglichkeiten der sozialen Netzwerke, ohne welche Ihr Shop heutzutage wahrscheinlich sehr viele Kunden nicht erreicht. Gemeint sind einfache Hinweise, die Sie direkt nach dem Kauf unter Freunden und Bekannten verbreiten können. Ein populäres Beispiel ist etwa Amazon: Sofort in Anschluss an den Einkauf wird Ihnen angeboten, bei Twitter, Facebook oder anderen Diensten eine kurze automatisierte Nachricht zu hinterlegen, die Ihren Freunden zeigt: Dieses Produkt habe ich gerade gekauft. Falls Sie solch ein Feature für Ihren Shop noch nicht anbieten, sollten Sie dies dringend ändern.

Ein wichtiger Grund dafür ist ganz einfach das Vertrauen unter Freunden. Wenn eine Person zum Beispiel ein bestimmtes Album kauft, werden sich andere Nutzer vielleicht denken: „Der hört normalerweise nur Musik, die mir auch gefällt, also kaufe ich mir dieses Album auch.“ Es reicht, wenn diese Situation tatsächlich nur in einem sehr geringen Prozentsatz der Nutzer tatsächlich aufkommt, denn Ihnen entstehen durch dieses Teilen von Verkaufserlebnissen bei Facebook & Co. schliesslich keinerlei Kosten. Es handelt sich somit um ein sehr kostengünstiges und dennoch auf lange Sicht höchst effektives Marketinginstrument.



Was kommt in Zukunft?

Es wird daran gearbeitet, aber ganz so weit haben es die Unternehmen noch nicht geschafft: personalisierte Online-Shops. Das heisst, dass Sie als Anwender beispielsweise ein komplett anderes Erlebnis präsentiert bekommen als ein anderer Nutzer, obwohl Sie sich beide auf derselben Seite befinden. Einige Shops machen dies bereits jetzt auf recht primitive Weise, indem Sie Ihre Surf- und Kaufgewohnheiten analysieren und Ihnen dann auf der Startseite einige Produkte zeigen, welche Sie möglicherweise interessieren.

In den kommenden Monaten und Jahren werden gute Online-Shops hier aber noch weiter gehen: Das komplette Aussehen des Shops wird sich an Ihre Präferenzen anpassen lassen, Rabatte werden auf Sie zugeschnitten und für Produkte, die Sie wahrscheinlich interessieren, gibt es vielleicht Gutscheinangebote – während andere Nutzer diese nicht erhalten. 2015 und darüber hinaus dürften für die Betreiber von Online-Shops also spannende Jahre werden.



 

Oberstes Bild: © Happy Art – Shutterstock.com


1 Kommentar


  1. Interessant ist, dass es im Online Marketing immer noch Nischen gibt, so zum Beispiel beim Thema Uhren. Shops wie z.B. http://www.zeitshop.ch/ sind noch eher selten anzutreffen. Das hat damit zu tun, dass die Industrie immer noch sehr auf physische Läden setzt. Sie setzen das Internet zwar stark für Branding und ein gutes Markenerlebnis ein, der online Verkauf ist aber bei den grossen Herstellern (z.B. Swatch Group) noch nicht wirklich ein Thema.

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