Wertschöpfung steigern: Bundesrat will Reform der Verrechnungssteuer

09.07.2014 |  Von  |  News
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Wertschöpfung steigern: Bundesrat will Reform der Verrechnungssteuer
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In der Schweiz rückt eine Reform der Verrechnungssteuer immer näher. Bundesrat und Parlament sind aber noch mit den expliziten Details des diesbezüglichen Reformpakets beschäftigt. Dabei steht vor allem eine Umstrukturierung der schweizerischen Verrechnungssteuer im Fokus. Laut entsprechenden Schätzungen könnte im Zuge einer solchen Reform die wirtschaftliche Wertschöpfung in der Alpenrepublik um rund 300 bis 600 Millionen Franken pro Jahr wachsen.

Umstrukturierung der klassischen Verrechnungssteuer: Die Zahlstellensteuer soll kommen



Dabei sind sich Experten schon lange einig, dass der bisherige Umgang mit der Verrechnungssteuer dazu beiträgt, dass sich – im Hinblick auf die Auslandstätigkeiten – die international tätigen schweizerischen Unternehmen weitgehend über sogenannte Offshore-Gesellschaften finanzieren. Der Bundesrat hat diesbezüglich Anfang Juli vorgeschlagen, dass eine Zahlstellensteuer integriert wird, die das Finanzierungsgeschäft zu einem grossen Teil wieder in die Schweiz verlagert.

Die Überlegungen gehen in diesem Zusammenhang in die Richtung, dass ausländische Investoren von einer Steuer dieser Art befreit werden. Das hätte voraussichtlich den Effekt, dass die Nachfrage nach hiesigen Anleihen eminent steigt. Im Umkehrschluss müssten die schweizerischen Konzerne keine Ausweichmanöver mehr – im Rahmen von Offshore-Gesellschaften – generieren. Allerdings haben weder die Verwaltung noch der Bundesrat bislang explizite Aussagen über zu erwartende Grössenordnungen in Bezug auf den wirtschaftlichen Effekt getätigt.

Gerade der Arbeitsmarkt kann von einer entsprechenden Reform profitieren

Eine entsprechende Umstrukturierung der Verrechnungssteuer würde dabei noch weitere Vorteile mit sich bringen. Gerade der Arbeitsmarkt sollte hier deutlich profitieren, da durch die vorgeschlagene Umstrukturierung mit hoher Wahrscheinlichkeit eine grosse Zahl von Arbeitsplätzen geschaffen werden könnte. Bislang haben die schweizerischen Unternehmen nämlich ihre firmeninternen Finanzabteilungen aus der Schweiz ausgelagert, da entsprechende Anleihen im Ausland herausgegeben werden. Im Zuge einer Reform könnten diese Arbeitsplätze wieder in die Alpenrepublik zurückgeführt werden.



Der Wirtschaftsverband Swiss Holdings geht in diesem Zusammenhang von mehreren hundert Stellen aus, die „neu“ in den schweizerischen Firmen besetzt werden müssten. Zudem geht der Wirtschaftsverband davon aus, das eine umfassende Reform bei grossen Unternehmen bis zu 1.000 Arbeitsplätze sichern respektive bringen kann; dabei handelt es sich nach eigenen Angaben um eine konservative Schätzung. Trifft diese Prognose zu, kann das für die Schweiz eine Wertschöpfung von rund 100 bis 200 Millionen Franken pro Jahr bedeuten.

Indirekte Effekte können eine Zusatzwertschöpfung von rund 400 Millionen Franken generieren

Auch indirekte Effekte sind wahrscheinlich. So werden wohl auch Beratungsdienstleistungen zeitgleich mit den Finanzierungsgeschäften in die Schweiz zurückkehren. Alleine dies könnte laut Branchenschätzung rund 150 bis 300 Millionen Franken an Wertschöpfung nach sich ziehen. Da weitere 100 Millionen Franken durch die Rückgewinnung von Geldmarkt-Geschäften erwartet werden, deutet alles darauf hin, dass die durch eine entsprechende Reform realisierte Zusatzwertschöpfung zwischen 300 und 600 Millionen Franken betragen könnte.



 

Oberstes Bild: © Tupungato – Shutterstock.com



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