Konjunktur: ZEW Indikator Schweiz geht leicht zurück

07.07.2014 |  Von  |  News
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Konjunktur: ZEW Indikator Schweiz geht leicht zurück
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In der Jahresmitte legen die Wirtschaftsforscher traditionell aktuelle Updates ihrer Konjunkturprognosen vor. Für die Schweiz bedeutet dies in diesem Jahr eine leichte Korrektur nach unten. In seiner aktuellen Einschätzung der wirtschaftlichen Lage ging das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) mittelfristig von einem eher gedämpften Wirtschaftswachstum aus. Der ZEW Indikator Schweiz bestätigt diesen Trend.

Der Konjunkturindikator wird von der Credit Suisse und dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung Mannheim (ZEW) herausgegeben. Im Vergleich zum Vormonat ist er im Juni 2014 um 2,6 auf 4,8 Punkte gesunken. Nach dem Höchststand im Dezember letzten Jahres hat sich die Abschwächung der Schweizer Konjunktur damit ein weiteres Mal bestätigt. Der ZEW Indikator wird monatlich erhoben. Für den aktuellen Monat wurden 42 Finanzanalysten zu ihren Konjunkturerwartungen befragt.



Konjunkturerwartung für die Schweiz: Bis zum Jahresende eher verhalten

Über den Status der wirtschaftlichen Bedingungen in der Schweiz sind sich die befragten Experten durchaus nicht einig: Einerseits stieg der Anteil der Analysten, die in den kommenden sechs Monaten mit Konjunkturverbesserungen rechnen, um 2,0 auf 16,7 Punkte. Ihnen steht jedoch ein deutlicher Zuwachs – um 4,6 auf 11,9 Punkte – der „konjunkturellen Pessimisten“ gegenüber. Entsprechend diesem Saldo ist der Indikator um 4,8 Punkte leicht gesunken.

Insgesamt positive Bewertung der wirtschaftlichen Lage

57,8 % der Befragten bewerten die aktuelle wirtschaftliche Lage trotzdem als gut – im Vergleich zum Mai ist ihr Anteil damit um 8,3 Punkte gewachsen. 42,9 % der Umfrageteilnehmer votierten mit der Einschätzung „normal“, im vergangenen Monat waren es noch 51,2 % gewesen. Die Credit Suisse kommentierte diese Zahlen dahin gehend, dass das Konjunkturniveau der Schweiz gestiegen sei, woraus sich kurzfristig Limitationen für ein weiteres schnelles Wirtschaftswachstum ergäben.



Stagnation in der Euro-Zone, Aufschwung in den USA

Die Konjunkturerwartungen für die Euro-Zone haben sich bei –31,6 Punkten eingepegelt (–0,8 Punkte versus Mai 2014), grössere Veränderungen erwarten die befragten Analysten auch bis zum Jahresende nicht. Die aktuelle Konjunktur in den USA bewerten sie mit 43,2 Punkten dagegen äusserst positiv – dieses Niveau wurde zuletzt im Sommer 2006 erreicht. Auch die Prognose für die USA ist mit 39,1 Punkten positiv.

Stabile Zinsen, steigende Inflationserwartung, Aufwertung des US-Dollar

Einen kurzfristigen Anstieg der Zinsen in der Schweiz erwartet keiner der befragten Analysten – sicher auch im Zusammenhang mit der erneuten Lockerung der Geldpolitik durch die Europäische Zentralbank. Auch langfristig erwarten die Experten keine grossen Änderungen der Zinsen. Der Index ist mit 41,4 Punkten (–0,1 Punkte) derzeit praktisch stabil. Dagegen erwarten 23,8 % von ihnen (+9,1 Punkte versus Mai 2014), dass die Inflation in der Schweiz bis zum Jahresende wieder anzieht.

Die Entwicklung des Wechselkurses des Schweizer Franken zum Euro wird von den Teilnehmern der Umfrage mehrheitlich als stabil bewertet. Angesichts der dynamischen Konjunkturentwicklung in den USA rechnen jedoch 61 % der Analysten mit einer Aufwertung des US-Dollar gegenüber dem Franken – ichr Anteil ist gegenüber dem Vormonat um 7,3 Punkte gewachsen.



 

Oberstes Bild: © Bernd Leitner Fotodesign – Shutterstock.com



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