Teams verändern sich

17.06.2014 |  Von  |  Organisation
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Teams verändern sich
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Das Team ist zusammengestellt, Kompetenzen wurden entsprechend den einzelnen Fähigkeiten und Fertigkeiten geklärt, die Arbeit läuft. Sicherlich auf eine Sicht von vielen Jahren denken viele Teamleiter und andere Vorgesetzte. Doch weit gefehlt. Ein Team, das einmal zusammengesetzt wurde, weil sich hier die passendsten oder qualifiziertesten Leute gefunden haben, verändert sich. Und zwar fast täglich.

Selbst dann, wenn die personelle Zusammensetzung eines Teams über Jahre gesehen völlig gleich bleibt, zeigt sich schon nach relativ kurzer Zeit, dass sich die Perspektiven in der Arbeitsgruppe verschieben. Die einzelnen Teammitglieder werden älter und reifer, mit der Arbeit verändern sich ihre Fähigkeiten, und allmählich wird klar, dass nicht jeder im Team jetzt noch die Rolle einnimmt oder einnehmen möchte, die ihm einst zugewiesen wurde. Hier kann eine Task-Map helfen, die neue Struktur im Team zu erkennen und entsprechend darauf zu reagieren.



Nicht nur Teams verändern sich

Klar sein sollte, dass sich aber nicht nur die Teams selbst verändern. Vor allem verändern sich auch die Art und Weise der Arbeit, deren Inhalte und die laufenden Zielsetzungen. Das erfordert ein hohes Mass an Flexibilität in den Arbeitsgruppen. Im Zusammenhang mit den neuen Anforderungen an die Qualität der Arbeit und der Produkte sowie in der Wahrnehmung der Kunden müssen sich auch die Unternehmen selbst verändern. All das hat Auswirkungen auf ein Team, das sich nicht nur hinsichtlich seiner Umgebungsvariablen sehr flexibel zeigen muss. Auch innerhalb des Teams laufen verschiedenste Prozesse ab, die einer zunehmenden Beachtung bedürfen.

So reicht es manchmal schon, dass ein bislang lediges Teammitglied jetzt in einer Ehe lebt. Damit wachsen meist auch die Ansprüche an die eigene Arbeit, die wahrgenommene Verantwortung und nicht selten auch der Drang, mehr aus der eigenen Karriere zu machen. Immerhin gilt es jetzt, eine Familie zu ernähren, und da kommt jeder Franken mehr gerade recht.

Wie schon bemerkt verändern sich auch oftmals die Inhalte der Arbeit. Plötzlich verschieben sich Kompetenzen und Verantwortlichkeiten und nur dann, wenn das Team entsprechend reagieren kann, bleibt die Arbeitsqualität gleichmässig hoch.



Insgesamt lässt sich feststellen, dass sich sowohl die Teams selbst, ihre Arbeitsinhalte und Ansprüche, als auch einzelne Teammitglieder, die Anforderungen an die Arbeit und Unternehmen verändern. Diese Veränderungen wahrzunehmen und entsprechende Schlussfolgerungen für passende Veränderungen zu ziehen ist unter anderem die Aufgabe des jeweils Vorgesetzten.





Mit der Task-Map Veränderungsmöglichkeiten erkennen. (Bild: maigi / Shutterstock.com)

Mit der Task-Map Veränderungsmöglichkeiten erkennen. (Bild: maigi / Shutterstock.com)

Mit der Task-Map Veränderungsmöglichkeiten erkennen



Wenn die Leistung im Team nachlässt oder eine ungewohnt spannungsgeladene Atmosphäre die Arbeit bestimmt, wird es Zeit, über Veränderungen im Team nachzudenken. Diese Veränderungen müssen nicht immer gleich personeller Art sein. Meist ist es unnötig, Arbeitnehmer aus dem Team zu entfernen und dafür andere zu rekrutieren. Oftmals reicht es schon aus, die Aufgabenverteilung im Team entsprechend den gestellten Anforderungen neu zu überdenken. Dafür ist eine Task-Map das erprobte Mittel erfahrener Teamleiter.

Folgende Vorgehensweise ist empfehlenswert: Am Anfang steht immer das Gespräch. Zuerst mit den Teammitgliedern, und zwar mit jedem einzelnen. Hier geht es darum, wie sich die Mitarbeiter in ihrer Teamstellung sehen, wie sie mit den täglichen Aufgaben zurechtkommen und welche persönlichen Entwicklungen sie für sich selbst sehen.

In einem zweiten Schritt ist festzustellen, welche konkreten Aufgaben momentan vor dem Team stehen. Hier darf es ruhig bis ins Detail gehen. Wichtig ist es zu erkennen, welche Aufgaben konkret anstehen und wie diese gelöst werden können.

Im dritten und entscheidenden Schritt werden die einzelnen Aufgabenstellungen den Teammitgliedern zugeordnet, die am besten mit deren Erfüllung zurechtkommen dürften. Hier zeigen sich dann schon die ersten Verschiebungen im Team, verglichen mit der ursprünglichen Zusammensetzung und Aufgabenverteilung.

Die Zuordnung der Aufgaben erfolgt jetzt nicht mehr nach der ursprünglichen Zusammensetzung von Kompetenzen. Der eine oder andere hat an Fähigkeiten hinzugewonnen, andere haben die Erwartungen nicht erfüllen können. Allein dadurch ergeben sich Veränderungen im Team, die meist erst mit dem Mittel der Task-Map zutage kommen.

Dazu ist es selbstverständlich wichtig, die Fähigkeiten und Fertigkeiten jedes einzelnen Teammitgliedes zu erkennen und den entsprechenden Aufgaben zuzuordnen. Dann folgt wiederum das Gespräch mit den Teammitgliedern. Diese Gespräche beziehen sich jetzt vor allem auf jene, die offenbar in der Lage sind, die neuen Aufgaben am besten meistern zu können. Auch damit kommt es zu Veränderungen in der Teamstruktur, die durchaus zu völlig veränderten Teams führen können.

Im Ergebnis der Task-Map und der richtigen Schlussfolgerungen zeigt sich das Team zwar verändert, aber vor allem den neuen Anforderungen deutlich besser gewachsen als in der Vergangenheit und in der gewohnten Struktur. Das ist letztlich auch der Sinn dieser Task-Map, die veränderte Arbeitsanforderungen mit Veränderungen im Team zusammenführen kann und soll.



 

Oberstes Bild: © totallyPic.com – Shutterstock.com

Über Olaf Hoffmann

Olaf Hoffmann ist der kreative und führende Kopf hinter dem Unternehmen Geradeaus...die Berater.
Neben der Beratertätigkeit für kleine und mittlere Unternehmen und Privatpersonen in Veränderungssituationen ist Olaf Hoffmann aktiv in der Fort- und Weiterbildung im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe.
Als Autor für zahlreiche Blogs und Webauftritte brilliert er mit einer oftmals bestechenden Klarheit oder einer verspielt ironisch bis sarkastischen Ader. Ob Sachtext, Blogbeitrag oder beschreibender Inhalt - die Arbeiten des Autors Olaf Hoffmann bereichern seit 2008 in vielfältigen Formen das deutschsprachige Internet.


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