Mit einem erfolgreichen Businessplan die Existenzgründung planen

13.04.2014 |  Von  |  Finanzen, Organisation
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Mit einem erfolgreichen Businessplan die Existenzgründung planen
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Wenn Sie Geldgeber von Ihrer Geschäftsidee überzeugen wollen, benötigen Sie einen aussagekräftigen Businessplan. Dabei kommt es vor allem auf eine klare Struktur und eine gute Verständlichkeit an. Als Existenzgründer sollten Sie Wert auf eine detaillierte und effiziente Planung legen, um Ihre Idee erfolgreich auf dem Markt zu etablieren.

Auf den Einstieg kommt es an: Die Executive Summary



Mit der Zusammenfassung am Anfang geben Sie Lesern einen ersten Einblick in Ihr Vorhaben – hier entscheidet sich, ob es sich lohnt, Ihr Konzept durchzuarbeiten. Legen Sie besonders viel Wert auf die Gestaltung, idealerweise erstellen Sie die Summary erst, wenn Sie den kompletten Businessplan ausgearbeitet haben. Beschreiben Sie zunächst Ihre Geschäftsidee und heben Sie das Besondere daran hervor.

Warum sind Sie als Person gut für dieses Vorhaben geeignet? Geben Sie einen kurzen Überblick über den Kundenkreis, den Sie erreichen möchten. Danach folgen eine Kostenkalkulation und eine Umsatzprognose für die kommenden drei Jahre. Beschreiben Sie Ihre Unternehmensziele und definieren Sie etwaige Risiken.

Wichtig: Erstellen Sie eine übersichtliche Gliederung 

Nach der Zusammenfassung gehen Sie detailliert auf alle Aspekte ein. Erstellen Sie zunächst eine Gliederung, eine übersichtliche Struktur ist das A und O eines erfolgreichen Businessplans. Eine mögliche Gliederung könnte wie folgt aussehen:



  • Angaben zu Ihrer Person, Qualifikationen, Branchenkenntnisse, Stärken
  • Beschreibung Ihres Produktes oder der Dienstleistung
  • Ist die Entwicklung bereits abgeschlossen? Falls nicht geben Sie Informationen über den aktuellen Stand.
  • Analyse Ihrer Zielgruppe
  • Überblick über die Konkurrenz
  • Standort Ihres Unternehmens
  • Beschreibung Ihres Marketingkonzepts
  • Unternehmensorganisation
  • Wo liegen die grössten Risiken?
  • Investitionsplan, Finanzbedarf, mindestens für die nächsten drei Jahre
  • Gewinn- und Verlustrechnung
  • Anhang mit Lebenslauf, Kalkulationen und weiteren Unterlagen

Bei der Beschreibung Ihrer Geschäftsidee sollten Sie vor allem das Neue an Ihrem Konzept hervorheben. Nicht jeder Leser ist mit den Fachbegriffen aus Ihrer Branche vertraut, also sollten Sie sich um eine einfache aber angemessene Ausdrucksweise bemühen und komplizierte Begriffe möglichst vermeiden. Geben Sie einen Überblick, wie Sie Ihre Idee in die Tat umsetzen wollen, dabei spielen der zeitliche Ablauf und der derzeitige Entwicklungsstand des Projektes eine Rolle.



Um den Erfolg Ihres Unternehmens einschätzen zu können, ist eine genaue Analyse der Zielgruppe erforderlich. Neben einer Betrachtung der Konkurrenz sollten Sie Wachstumsmöglichkeiten berücksichtigen. Machen Sie in diesem Zusammenhang deutlich, warum sich Ihr Unternehmen deutlich von Wettbewerbern absetzt und arbeiten Sie die Besonderheiten Ihres Vorhabens heraus. Investoren legen vor allem Wert auf Alleinstellungsmerkmale, die Sie und Ihr Projekt einzigartig machen. Diesen Aspekt sollten Sie bei Ihrem Konzept in den Vordergrund stellen. Stellen Sie dar, welchen Nutzen Kunden aus der Verwendung Ihres Angebots ziehen. Gehen Sie zudem auf gesetzliche Erfordernisse ein, die vor einer Markteinführung Ihres Produktes oder Ihrer Dienstleistung erfüllt sein müssen.

Wie wollen Sie Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung vermarkten? Selbst wenn Sie eine noch so zündende Idee haben, ohne das passende Marketingkonzept, können Sie Ihre Idee nicht „an den Mann bringen“! Stellen Sie Ihre Vertriebsplanung detailliert dar und beschreiben Sie, mit welchen Marketinginstrumenten Sie Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung auf dem Markt etablieren wollen.





Geldgeber wollen Ihrem Businessplan Informationen über Ihre geplante Unternehmensstruktur entnehmen. (Bild: bloomua / Shutterstock.com)

Geldgeber wollen Ihrem Businessplan Informationen über Ihre geplante Unternehmensstruktur entnehmen. (Bild: bloomua / Shutterstock.com)

Geldgeber wollen Ihrem Businessplan Informationen über Ihre geplante Unternehmensstruktur entnehmen. Sind bereits Mitarbeiter für die Führungsebene vorgesehen? Stellen Sie Positionen und Mitarbeiter kurz vor und heben Sie die besonderen Fähigkeiten des Einzelnen hervor. Treten Sie zunächst als Einzelkämpfer an, stellen Sie Ihre Qualifikationen und Ihre Kenntnisse dar. Vor allem Branchenkenntnisse und Erfahrungen sind in diesem Punkt von Interesse. Nehmen Sie Stellung zu Ihrer Personalplanung, vielleicht starten Sie erst als Einzelunternehmer und planen erste Einstellungen nach einem gewissen Zeitraum. Vermitteln Sie Investoren ein genaues Bild Ihrer Personalpolitik.

Welche Risiken sehen Sie bei Ihrem Vorhaben? Natürlich wollen Sie Ihr Vorhaben möglichst positiv darstellen, dennoch sollten Sie etwaige Risiken durchaus kritisch betrachten. Erläutern Sie, welche Probleme Sie bei Ihrem Projekt sehen und wie Sie damit umgehen wollen. Was kann schlimmstenfalls passieren, wenn Sie Ihre Planung in die Tat umsetzen? Neben einem Worst-Case-Szenario sollten Sie auf jeden Fall aufzeigen, mit welchem Ablauf im wahrscheinlichsten Fall zu rechnen ist.

Eine entscheidende Rolle spielt die Finanzierung Ihres Vorhabens. Verwenden Sie besondere Sorgfalt auf die Planung Ihrer finanziellen Mittel. Erstellen Sie eine realistische Gewinn- und Verlustrechnung für die ersten Jahre. Welche Mittel sind für die Realisierung Ihres Projektes erforderlich und wie werden diese bereitgestellt? Mit welchen Umsätzen rechnen Sie in den ersten drei Jahren Ihrer Selbständigkeit?

Erstellen Sie eine Bilanz: Stellen Sie die Mittelverwendung der Mittelherkunft gegenüber. Experten raten, für die ersten Jahre monatliche Planungen zu erstellen, danach reicht es, pro Quartal zu planen. Bedenken Sie, dass Sie einen Businessplan zwar potentiellen Geldgebern und Investoren zur Verfügung stellen – in erster Linie erstellen Sie die detaillierte Planung jedoch für sich selbst.

Betrachten Sie Ihr Vorhaben genau: Ist Ihre Idee wirklich realistisch? Wie steht es mit der Konkurrenz? Idealerweise waren Sie in der entsprechenden Branche tätig oder haben sich einen intensiven Einblick verschafft. Erst wenn Sie selbst Ihre Chancen als Existenzgründer genau abgesteckt haben, sollten Sie in einem zweiten Schritt auf Dritte zugehen und Fördermittel oder Gelder beantragen.



 

Oberstes Bild: © DT10 – Shutterstock.com

Über Andrea Hauser

Aus meinem langjährigen Hobby, dem Schreiben, ist im Jahr 2010 ein echter Job geworden - seitdem arbeite ich als selbständige Texterin. Davor war ich als gelernte Bankkauffrau im klassischen Kreditgeschäft einer Hypothekenbank tätig. Immobilien und Baufinanzierungen zählen noch immer zu meinen Steckenpferden. Angetrieben durch die Lust, Neues zu entdecken, arbeite ich mich gern in unbekannte Themengebiete ein und lasse mich schnell begeistern.

Aus meinem langjährigen Hobby, dem Schreiben, ist im Jahr 2010 ein echter Job geworden - seitdem arbeite ich als selbständige Texterin. Davor war ich als gelernte Bankkauffrau im klassischen Kreditgeschäft einer Hypothekenbank tätig. Immobilien und Baufinanzierungen zählen noch immer zu meinen Steckenpferden. Angetrieben durch die Lust, Neues zu entdecken, arbeite ich mich gern in unbekannte Themengebiete ein und lasse mich schnell begeistern.


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