Erfolgreich mit Selbstcoaching

25.03.2014 |  Von  |  Selbstmanagement
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Erfolgreich mit Selbstcoaching
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Einsicht ist der erste Weg zur Besserung – das alte Sprichwort zeigt, dass wir uns selbst am besten kennen sollten. Beim Selbstcoaching machen wir uns die eigenen Ressourcen zu Nutze und schulen unsere Selbstwahrnehmung.

Insbesondere in privaten oder beruflichen Veränderungsphasen kann das Selbstcoaching unterstützend wirken und uns neue Wege aufzeigen. Tipps, wie Sie mit Selbstcoaching erfolgreicher werden.



Machen Sie eine Bestandsaufnahme

Am Anfang des Selbstcoachings steht die Reflexion über die eigene Person: Wer bin ich und was macht mich aus? Analysieren Sie den eigenen Status quo und definieren Sie für sich selbst, was besser sein könnte. Überlegen Sie, was für Sie persönlich besonders wichtig ist und welche Werte in Ihrem Leben eine Rolle spielen. Welchen Stellenwert haben Ihr Job, Ihre Karriere, soziale Kontakte, Freizeitaktivitäten und die Familie? Wo setzen Sie Ihre Prioritäten? Definieren Sie, wie oft Sie im Beruf und Privatleben gegen Ihre eigenen Regeln verstossen und zwangsweise Kompromisse eingehen. Wie häufig stellen Sie den eigenen Anspruch zurück, um anderen gerecht zu werden?

Der Soll-Ist-Vergleich

Entspricht Ihre derzeitige Situation Ihren Vorstellungen? Stehen Sie beruflich und privat dort, wo Sie hinwollten? Oder haben Sie bisher keine klaren Ziele definiert? Erstellen Sie eine Liste mit Ihren bisherigen Erfolgen und ziehen Sie eine vorläufige Bilanz. Wie lief es mit dem Fitnessprogramm, das Sie sich seit einigen Monaten verordnet haben? Haben Sie alle beruflichen Weiterbildungen absolviert, um die Position zu erlangen, die Sie ursprünglich erreichen wollten? Identifizieren Sie Ihre Schwächen – und was noch wichtiger ist – akzeptieren Sie diese Schwächen und lernen Sie damit umzugehen.



Die eigenen Stärken erkennen

Überdenken Sie Ihre Persönlichkeit: Wo liegen Ihre Stärken? Was können Sie besonders gut? In welchen Bereichen liegen Ihre fachlichen und persönlichen Kompetenzen? Notieren Sie auf einem Blatt Papier Ihre Stärken und fragen Sie dazu auch Dritte nach Ihrer Einschätzung. Sie sollten Personen aus Ihrem beruflichen und privaten Umfeld nach Ihren Meinungen fragen. Auf diese Weise erhalten Sie ein Feedback, wie andere Personen Sie wahrnehmen. Von einigen Einschätzungen werden Sie vermutlich überrascht sein, denn Aussenstehende nehmen oft ganz andere Merkmale wahr.

Mit den eigenen Schwächen umgehen



Jeder Mensch hat seine Schwächen. Sie haben mehrere Möglichkeiten, mit Ihren persönlichen Schwachpunkten umzugehen:

  • Sie akzeptieren diese einfach als Teil Ihrer Persönlichkeit und leben damit.
  • Sie versuchen Situationen zu umgehen, in denen Sie Ihre Schwäche zeigen müssen.
  • Sie erkennen die Schwäche und versuchen diese zu verbessern.

Wer wirklich an sich arbeiten möchte, wählt die letzte Lösung und versucht, neue Wege zu gehen. Reflektieren Sie Situationen, in denen Ihre Schwächen offenkundig wurden. Wie können Sie künftig anders reagieren und die Situation anders lösen? Wer zu ständigen Wutausbrüchen neigt, wird kaum zufrieden sein, wenn er sich wutschnaubend aus einem Gespräch entfernt hat. Arbeiten Sie an sich, versuchen Sie ruhig zu bleiben und Alternativen zu überdenken. Wie hätten Sie die Situation anders meistern können?

Öffnen Sie Ihren Blickwinkel

„Den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen“, das trifft häufig auf unsere Gedankengänge zu. Wenn Sie bei der Analyse eines Problems keine Lösung sehen, versuchen Sie nicht stur in eine Richtung zu blicken. Gehen Sie einen Schritt zurück und verändern Sie Ihren Blickwinkel. Spielen Sie mögliche Problemlösungen durch – auch wenn Sie Ihnen zunächst unsinnig erscheinen. Oftmals denken wir in eingefahrenen Strukturen und versperren uns damit den Blick auf das Wesentliche. Also: Denken Sie ruhig einmal verrückt! Es bringt Sie voran! Oftmals lässt eine veränderte Perspektive Ereignisse aus der Vergangenheit in einem ganz anderen Licht erscheinen. Reflektieren Sie im Rückblick für Sie unangenehme Situationen und versuchen diese aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. 

Coaching Concept, Competitivity

Ziele setzen. (Bild: Olivier Le Moal / Shutterstock.com)




Setzen Sie sich smarte Ziele

Für die Erreichung Ihrer Ziele müssen Sie sich aktiv einsetzen. Ein Ziel sollte SMART sein: Das heisst „spezifisch“, „messbar“, „attraktiv“, „realistisch“ und „terminiert“. Machen Sie sich Gedanken, wie Sie Ihr persönliches Ziel erreichen wollen und bleiben Sie stets fokussiert. Wollen Sie abnehmen, verordnen Sie sich ein Diät- und Fitnessprogramm. Wollen Sie beruflich aufsteigen, planen Sie Weiterbildungsmassnahmen und melden Sie sich im Betrieb für Extra-Aufgaben.

Seien Sie sich bewusst, dass bei der Erreichung Ihrer persönlichen Ziele durchaus andere Dinge auf der Strecke bleiben können: Starten Sie beruflich richtig durch, könnte Ihr Kollege Ihnen das übelnehmen und das Verhältnis verschlechtert sich. Darauf sollten Sie vorbereitet sein.

Aktivieren Sie Ihr inneres Team

Coaches arbeiten oft mit der Metapher vom inneren Team. Der Hamburger Psychologe Friedemann Schulz von Thun hat das Modell entwickelt. Jeder kennt die zahlreichen Stimmen im Kopf, die sich bei der Bewältigung eines Problems oder der Bewertung einer Situation melden. Schulz von Thun empfiehlt, jeder Stimme einen eigenen Namen zu geben und sich zu vergegenwärtigen, dass jedes Teammitglied nur das Beste möchte.

Die eigene Persönlichkeit steht als Teamleiter den zahlreichen Meinungen vor. Stehen Sie nun vor einer schwierigen Entscheidung, führen Sie quasi eine Teamsitzung mit sich selbst durch und wägen das Für und Wider sorgfältig ab. Versuchen Sie, Ihrer inneren Diskussion eine Struktur zu geben und bewerten die einzelnen Lösungsmöglichkeiten, die sich ergeben.



 

Oberstes Bild: © hobbit – Shutterstock.com

Über Andrea Hauser

Aus meinem langjährigen Hobby, dem Schreiben, ist im Jahr 2010 ein echter Job geworden - seitdem arbeite ich als selbständige Texterin. Davor war ich als gelernte Bankkauffrau im klassischen Kreditgeschäft einer Hypothekenbank tätig. Immobilien und Baufinanzierungen zählen noch immer zu meinen Steckenpferden. Angetrieben durch die Lust, Neues zu entdecken, arbeite ich mich gern in unbekannte Themengebiete ein und lasse mich schnell begeistern.

Aus meinem langjährigen Hobby, dem Schreiben, ist im Jahr 2010 ein echter Job geworden - seitdem arbeite ich als selbständige Texterin. Davor war ich als gelernte Bankkauffrau im klassischen Kreditgeschäft einer Hypothekenbank tätig. Immobilien und Baufinanzierungen zählen noch immer zu meinen Steckenpferden. Angetrieben durch die Lust, Neues zu entdecken, arbeite ich mich gern in unbekannte Themengebiete ein und lasse mich schnell begeistern.


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