Das gibt’s nur in der Geschäftswelt

09.12.2013 |  Von  |  Allgemein
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Das gibt’s nur in der Geschäftswelt
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Verlorener Sohn findet nach 26 Jahren mit Google Maps nach Hause, Achtjährige schlägt bei App-In-Verkäufen richtig zu, ein Video luxt Mercedes einen sicheren Kauf ab und mysteriöse Pontonbauten beschäftigen die amerikanische Ost- und Westküste.

Die Geschäftswelt hat wieder ein paar interessante Geschichten zu bieten. Lesen Sie selbst.



Die Realität ist die beste Werbung: Verirrtes Kind findet mit Google Maps nach 26 Jahren wieder nach Hause

Saroo Brierely wuchs bis zum 5. Lebensjahr bei seinen Eltern in Indien auf. Ein Missverständnis sorgte dafür, dass sich der Junge während einer Zugfahrt in der Erwartung schlafen legte, dass sein Bruder ihn aufwecken würde, was aber nicht geschah. Am nächsten Tag war Brierely zwar ausgeschlafen, aber auch ganz allein im Zug und so begann seine Odyssee. Eine australische Familie adoptierte ihn schliesslich und er verlor jeden Kontakt zu seinem Land und seiner Familie.

Brierelys Adoptivmutter hing eine Karte von Indien in seinem Zimmer auf, die seine Erinnerung an die Heimat lebendig hielt. Als er von Google-Maps erfuhr und das Potential dieser Technologie erkannte, machte er sich auf die Suche nach seinem Zuhause. Er begann an dem Bahnhof, an dem ihn die Behörden auffanden und ging von dort aus allen abgehenden Schienenverbindungen nach.

Mit der Zoomfunktion durchstreifte er die Strassen von anliegenden Städten bis ihm plötzlich einige Orte vertraut vorkamen. Nach unzähligen Stunden war sich Brierely sicher, sein Zuhause gefunden zu haben. Der finale Test: Als er zu seinem vermeintlichen Elternhaus kam, trat eine Frau an ihn heran und umarmte ihn. Der verlorene Sohn war zurückgekehrt. Kann es eine bessere Werbung für Google Maps geben?




[youtube http://www.youtube.com/watch?v=UXEvZ8B04bE]

Mit solch werbeträchtigen Geschichten können wir leider nicht mithalten, aber wir haben zumindest ein paar Dinge zusammengestellt, die Ihnen beim Generieren von gutem Content helfen können.

Achtjährige tätigt In-App-Käufe für 5670 CHF

Auf dem Smartphone sind zahlreiche Gratis-Spiele-Apps verfügbar, die zur Kostenfalle werden können. Mit Bargeld kann man sich bei diesen Spielen, die meist auf dem Belohnungssystem aufgebaut sind und damit einen besonderen Reiz entwickeln, durch Kauf von Items oder anderen virtuellen Objekten weiter voran bringen oder auch neue Level freischalten. Solche In-App-Kaufmöglichkeiten schüren besonders die kindliche Kauffreude und sie sind darüber hinaus auch kinderleicht zu tätigen – und da liegt das Problem.

Vor ein paar Monaten häufte ein achtjähriges Mädchen aus England zwischen März und Juli 2013 die stolze Summe von 4600€ (ca. 5670 CHF) durch In-App-Käufe an. Nach Aussagen der Beteiligten hatte sie sich das iCloud-Passwort der Eltern notiert, um die Käufe bezahlen zu können. Die Internetrechnungen habe der Vater zunächst häufig übersehen, sodass sich die horrende Summe anhäufte.

Mittlerweile wurde das Geld – nach mehreren Anfragen – wieder zurückerstattet. Wäre der Fall anders ausgegangen, hätten wir noch ein Liste mit lukrativen Arbeitgebern, die beim Ausbessern des finanziellen Schadens vielleicht behilflich sein könnten.



In den USA verpflichtete sich Apple, nach einer Sammelklage wegen unerwünschter In-App-Käufe (die aussergerichtlich geregelt wurde), auf eine bedingungslose Rückerstattung, wenn solche Käufe von Minderjährigen getätigt werden. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, der sollte In-App-Käufe gänzlich deaktivieren, was für iPhones und iTablets möglich ist. Unter Android lässt sich zumindest eine Sicherung aktivieren.



Mit Werbevideo luxt BMW Mercedes einen sicheren Kunden ab

Debra Hathaway und ihr Mann leben in der Nähe von Stuttgart und brauchten vor Kurzem ein neues Auto. Was liegt da näher, als einen Mercedes zu kaufen? Das dachte sich auch das gebürtig aus den USA stammende Ehepaar. Doch dann sahen die beiden ein Werbevideo des 428i-Coupés aus der 4er Serie von BMW auf Youtube und entschieden sich doch für die Konkurrenz.

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=4P64wehUpdo]

So von dem Video überzeugt, postete Debra Hathaway die Geschichte hinter ihrer Kaufentscheidung auf der Facebookseite von BMW und fragte nach den Produzenten des Videos. „Das Marketing-Team, das dieses Video zusammengestellt hat, verdient Anerkennung und hat BMW neue Kunden eingefahren“, schrieb sie. Apropos neue Kunden: Die kann man auch über gutes E-Mail Marketing gewinnen.

Hathaway kündigte auf Facebook ebenfalls an, dass sie und ihr Mann das neue Coupé gemeinsam in der BMW Welt in München abholen würden. Ihr Post wurde offenbar auch von der BMW Geschäftsführung „geliked“, denn diese überraschte das Ehepaar, indem sie deren Fahrzeugabholung in einen gut geplanten VIP-Empfang verwandelten.

Mysteriöse Pontonbauten an Amerikas Küsten

In den Häfen von San Francisco und Portland gehen geheimnisvolle Dinge vor: Unter hohen Sicherheitsmassnahmen wird dort jeweils ein 4-Stockwerke hohes Gebäude, bestehend aus Containern, auf Schwimmpontons gebaut. Das geschäftige Treiben, die Grösse des Bauvorhabens und die Containerarchitektur lassen Medien und die örtliche Bevölkerung über den Zweck all dessen spekulieren.

Nun hat das It-Nachrichtenportal CNET nach Eigenaussage in Erfahrung gebracht, dass Google hinter den Bauaufträgen stecke. Die US-Küstenwache habe das am 30. Oktober bestätigt, ihre Aussage allerdings schnell widerrufen. Die Küstenwache hätte eine Vertraulichkeitserklärung mit dem Eigentümer der Pontons und könne eine Verbindung mit Google daher weder bestätigen noch leugnen, so der Portland Press Herald – die örtliche Tageszeitung nahe des Hafens.

Gut ins Bild passt ein 2007 eingereichtes Patent von Google für ein schwimmendes Rechenzentrum, das aus „modularen Einheiten“ (was durchaus Container sein können) aufgebaut werden soll. Wie Google in seinem Patententwurf schreibt, würden die schwimmenden Rechenzentren die Internet-Backbones entlasten, die den Datentransport für die überregionale und vor allem die weltweite Verbindung von Internetservern ermöglichen. Sie sollen einige Kilometer vor der Küste ankern und per Kabel mit dem Festland verbunden sein. Für die eigene Stromversorgung sind Wellengeneratoren vorgesehen.

Schwimmende Rechenzentren – noch etwas, das Google dann Facebook und Twitter voraus haben würde.



 

Oberstes Bild: © Anton Balazh – Fotolia.com


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